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Messe Köln » Der Druck auf den Kölner Oberbürgermeister nimmt zu. Ein Bauunternehmer gilt als möglicher Nachfolger. 

Gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl wächst in der nordrhein-westfälischen CDU die Sorge, die Affäre um den Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) könnte sich negativ auf die Abstimmung in der Domstadt auswirken. Kölner CDU-Politiker schauen sich bereits nach einem möglichen Nachfolger um. Als aussichtsreicher Kandidat gilt dabei Paul Bauwens-Adenauer, Bauunternehmer, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Köln und Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers und CDU-Mitbegründers Konrad Adenauer . 

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Bauwens-Adenauer wiegelt zwar ab: „Daran habe ich bisher keinen Gedanken verschwendet. Ich habe schließlich einen Beruf“, sagt der Unternehmer. Aber er verfügt über politische Erfahrung, genießt hohes Ansehen, und die Kritik an Amtsinhaber Schramma wächst. Sollte sich herausstellen, dass die Stadt bei der Vergabe des 260 Millionen Euro schweren Auftrags zur Erweiterung der Messe günstigere Angebote ignoriert habe, sei Schramma nicht mehr zu halten, heißt es in der Kölner CDU. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits gegen Schramma wegen des Verdachts der Untreue. Im Kölner Stadtrat gilt er schon lange als schwacher Oberbürgermeister. „Er kann die Verwaltung nicht führen“, sagt ein Ratsmitglied. Die Dezernenten verfolgten ihre eigenen Vorhaben. „Es fehlt die ordnende Hand“, sagt das Ratsmitglied weiter. Bauwens-Adenauer engagiert sich bereits im Wirtschaftsrat der CDU. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) berief den Unternehmer kürzlich in eine Expertengruppe, die Vorschläge zur Sanierung der Landesfinanzen erarbeiten soll. Dem Gremium, das in dieser Woche seine Arbeit aufgenommen hat, gehören auch Lufthansa-Vorstandsmitglied Karl-Ludwig Kley , McKinsey-Chef Jürgen Kluge und Rolf Gerlach , Präsident des Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverbandes, an. 

matthias.kamp@wiwo.de 

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