Horst Seehofer Bundeslandwirtschaftsminister

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Das Chefbüro im ersten Stock bricht mit dem neobarocken Stil des Gebäudes, in das Anfang 1903 das „Geheime Zivilkabinett Seiner Majestät“ einzog. Später residierten in dem Haus in der Berliner Wilhelmstraße Konrad Adenauer als Präsident des Preußischen Staatsrates und Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß. Heute nutzt Horst Seehofer als Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die historische Stätte als Dienstsitz. Das Arbeitszimmer hat der CSU-Politiker fast unverändert von seiner grünen Amtsvorgängerin Renate Künast übernommen, so auch das Gemälde „Die Ankunft des Gesandten Adrian Pauw“ von Hans-Georg Dornhege. Das Werk zeigt das Eintreffen des niederländischen Gesandten 1646 in Münster, dem Verhandlungsort des Westfälischen Friedens. Einzig die Deutschland-Fahne hat Seehofer für seinen rund 40 Quadratmeter großen Amtsraum geordert, ein Kruzifix soll noch folgen. Der Schreibtisch ist übersichtlich. Akten studiert der Diplomverwaltungswirt gern unterwegs im Auto; sein fotografisches Gedächtnis hilft ihm, sich binnen kürzester Zeit in komplizierte Materien einzuarbeiten, seien es Marktordnungen für Hülsenfrüchte oder Arzneimittelverordnungen. Nur wenige Schritte von seinem Dienstsitz entfernt residiert Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die er nach der Bundestagswahl gern politisch beerbt hätte. Dennoch verstehen sich beide Politiker und arbeiten bei der Gesundheitsreform in der großen Koalition eng zusammen. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist Seehofer, der an diesem Dienstag 57 wird, eine der wichtigsten Stützen im Kabinett. Standfestigkeit soll auch der hölzerne Turm im Büro symbolisieren, den der Minister vom Waldbesitzerverband erhalten hat. 

christian.ramthun@wiwo.de | Berlin 

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