John Meyer, jr. Geschäftsführer von Heckler & Koch

Archiv: John Meyer, jr. Geschäftsführer von Heckler & Koch

Die Türen zum Chefbüro stehen für seine Mitarbeiter immer offen, darauf legt John Meyer Wert. Der General der US Army a. D. und „Feldherr“ bei der Waffenschmiede Heckler & Koch schwört auf die amerikanische Kommunikationskultur. Mit „der typisch deutschen Büroausstattung“, die er von seinem Vorgänger übernahm, hat er sich seit seinem Einstieg bei den Schwaben im Juni 2005 inzwischen angefreundet. „Ich mag Holzverkleidungen“, sagt er, während er in einem Aktenordner blättert. Geradlinig ist er, offen und schnörkellos – wie seine deutsche Kommandozentrale in Oberndorf, nicht weit vom Neckar. Schlicht, aufgeräumt, fast militärisch ausgerichtet steht das schwarze Gestühl Spalier vor dem massiven Besprechungstisch aus Kirschholz. Kein bekannter Designername verbirgt sich hinter dem Interieur: alles namenlos, unaufdringlich. Dafür bleibt der Weg zum Schreibtisch niemandem versperrt. „Ein Chef muss jederzeit erreichbar sein“, sagt der Generalmajor, der nach 33 Dienstjahren bei der Army seinen Abschied nahm und in die Wirtschaft wechselte. Hier in seinem Arbeitszimmer beschwört er den Teamgeist, sucht den Gedankenaustausch – und manchmal auch die Konfrontation. „Ideen sind nicht nur deshalb richtig, nur weil sie vom Chef kommen“, appelliert der General an den Korpsgeist seiner 680 Mitarbeiter, mit denen er im vergangenen Jahr 156 Millionen Euro umsetzte und in einigen Jahren zum Weltmarktführer für Kleinwaffen aufsteigen will. Persönliches findet in seinem Arbeitszimmer keinen Platz. „Für Sentimentalitäten ist während der Arbeit keine Zeit“, sagt er. Stattdessen schmökert General Meyer lieber in Fachbüchern, die er in seiner Schrankwand parat hält. Und natürlich dürfen dort einige Produkte des Hauses nicht fehlen – eine Schnellfeuerwaffe und eine Pistole. bernd.eitel@wiwo.de 

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