Käfige auf hoher See

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Fischzucht » Wissenschaftler des norwegischen Forschungsinstituts Sintef treiben als Reaktion auf die Überfischung der Meere Pläne für den Bau riesiger, sich weitgehend selbst steuernder Fischfarmen auf offener See voran. In ihnen soll genug Fischbrut heranwachsen, um die weltweit wachsende Nachfrage nach Seefisch zu decken. Die Anlagen schwimmen Kilometer von der Küste entfernt, haben Anlegestellen für Boote und Landeplätze für Hubschrauber. Menschen kommen aber nur, um die Farmen zu warten und die ausgewachsenen Fische zu „ernten“. Sie reifen in Netzkäfigen heran, die sich mithilfe eines Propellers dorthin bewegen, wo Strömungen ein reichhaltiges Nahrungsangebot bieten. Treibstoff und Ergänzungsfutter werden in einer Art Mast mitgeführt. Kreuzt ein Schiff den Kurs, tauchen die Käfige noch tiefer, um einer Kollision auszuweichen. Zum Entleeren docken sie an die Schwimmstation an. Das US-Unternehmen Kona Blue hat vor der Küste Hawaiis Netze ohne autonome Station bereits in Betrieb. Sie spannen sich in zehn Metern Tiefe zu einem Durchmesser von 25 Metern auf. Bis zu 100 000 Fische wachsen in einem Käfig heran. Um die Netze für die „Ernte“ an die Oberfläche zu bringen, werden Mast und ein Ring per Fernsteuerung mit Druckluft befüllt. 

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