Archiv: Kampf ums Handy

Charles Fränkl » Der Deutschland-Chef desOnline-Dienstes AOL steigt ins Mobilfunkgeschäft ein. 

Charles Fränkl ist der geborene Mobilfunker. Jahrelang gab er bei E-Plus und später bei Vodafone als Chefstratege die Richtung vor. Jetzt nutzt der gebürtige Schweizer, der Mitte Dezember 2005 an die Spitze von AOL Deutschland wechselte, seine alten Kontakte. Noch in diesem Jahr will AOL die Mobilfunkbetreiber auf breiter Front angreifen und sämtliche AOL-Dienste auf das Handy bringen. „Wir haben entschieden, in die Produktbreite zu investieren“, kündigt Fränkl an. Mit Mobilfunkbetreibern und der Bundesnetzagentur in Bonn verhandelt AOL bereits. Fränkl strebt einen Marktauftritt als virtueller Netzbetreiber an, der feste Kapazitäten bei einem Netzbetreiber anmietet und sie unter eigenem Namen und eigener Vorwahl weiterverkauft. AOL-Kunden sollen alle Dienste von der E-Mail bis zur Internettelefonie auch unterwegs nutzen können. „Gleichzeitig öffnet sich AOL für alle Internetnutzer“, sagt Fränkl. Dann werden alle Dienste, die bisher nur den AOL-Zugangskunden vorbehalten waren, sukzessive auf dem Portal allen Internetnutzern angeboten. Fränkl will die im Internet stark verankerte Community-Idee auch auf dem Handy verwirklichen. Eine offene mobile Internetplattform soll dafür sorgen, dass AOL-Kunden ihre Erlebnisse mit Freunden allerorts teilen können. Das Handy dient dann als Schaltzentrale, um Gleichgesinnte zu finden, die sich auch für bestimmte Bezahlinhalte wie Musik und Video interessieren. Gleichzeitig sollen die AOL-Kunden ermuntert werden, eigene Inhalte zu kreieren, die sie im Handy-Web als persönliches Schaufenster ausstellen können. Die Ideen reichen so weit, dass AOL-Kunden eine Mitteilung auf ihr Handy bekommen, sobald sich jemand aus der Buddy List, die die Namen von Freunden und Bekannten enthält, in ihrer unmittelbarer Nähe aufhält. 

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juergen.berke@wiwo.de, michael kroker 

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