Archiv: Kein Ansturm

Chinesische Auslandsinvestitionen » Eine neue Studie zeigt: Der massive Vorstoß chinesischer Unternehmen auf den deutschen oder europäischen Markt ist vorerst nicht zu erwarten. 

Wer einen baldigen massiven Ansturm chinesischer Unternehmen auch auf den deutschen Markt befürchtet, kann getröstet werden. Zwar versuchen derzeit vor allem die Energieriesen des Landes durch gigantische Investitionen im Ausland den Rohstoffnachschub nach China zu sichern. Auch hat es in Deutschland, etwa mit dem Erwerb des Nähmaschinenherstellers Dürkopp Adler durch die Shanggong-Gruppe, bereits die eine oder andere Übernahme gegeben. Doch 91 Prozent von 176 befragten chinesischen Unternehmen wollen sich in den kommenden drei Jahren auf den chinesischen Markt konzentrieren, so eine aktuelle Studie der Economist Intelligence Unit (EIU), der Beratungsgesellschaft Deloitte und der Bank of America. „Die Unternehmen stehen zu Hause unter einem enormen Wettbewerbsdruck“, so Wang Wei von Deloitte in Düsseldorf. „Auch deshalb sind sie in jüngster Zeit im Ausland vorsichtiger geworden.“ Die ausländischen Direktinvestitionen Chinas lagen im vergangenen Jahr bei 3,3 Milliarden Dollar und dürften, so die Studie, bis 2009 auf 30 Milliarden Dollar steigen. Das wären aber immer noch erst 2,4 Prozent der gesamten ausländischen Direktinvestitionen weltweit. 17 Prozent der befragten Unternehmen sehen zudem Asien als bevorzugte Region für Auslandsinvestitionen, 12 Prozent Europa und 11 Prozent die USA. In Europa suchen die Chinesen „nicht nur Zugang zu Technologie, sondern vor allem die Nähe zu den Märkten“, sagt Werner Suhl von PricewaterhouseCoopers, der die Dürkopp-Übernahme durch den Shanggong-Konzern begleitet hat. 

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