Klimakiller Wasserkraft

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Erderwärmung » Nach neuesten Berechnungen des Amazonas Forschungsinstituts im brasilianischen Manaus setzen Wasserkraftwerke mehr klimaschädliche Gase frei als etwa ein Kohlekraftwerk. Das gilt zumindest für die Regenwälder in Brasilien. Dort hat die Regierung große Flächen aufgestaut, um mithilfe des Wassers Strom zu erzeugen. Inzwischen liefern die Kraftwerke mehr als 80 Prozent der im Land produzierten elektrischen Energie. Doch im Wasser zersetzen sich gigantische Mengen Biomasse zu Kohlendioxid und Methan. Letzteres trägt 20-mal so viel zur Erderwärmung bei wie CO2. Forscher der Stanford-Universität haben auf Basis der brasilianischen Daten hochgerechnet, dass Stauseen weltweit jährlich zwischen 95 Millionen und 122 Millionen Tonnen Methan freisetzen. Sollten weitere Messungen den Befund bestätigen, wäre ein Element des Kyoto-Protokolls infrage gestellt: Industrienationen, die in Entwicklungsländern Wasserkraftwerke finanzieren, können sich diese Investition bei der eigenen Klimabilanz gutschreiben lassen. 

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