Lars Windhorst Finanzhilfe aus London

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Der einstige Vorzeigeunternehmer Lars Windhorst ist bereit, 1,91 Prozent seiner Schulden zu tilgen. Der 28-Jährige steht bei rund 60 Gläubigern mit insgesamt mehr als 80 Millionen Euro in der Kreide. Nachdem er Insolvenz über sein Privatvermögen angemeldet hatte, setzte das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg den Berliner Rechtsanwalt Udo Feser als Sachverständigen ein. Ihm will Windhorsts Anwalt Michael Naschke in der nächsten Woche die Quotenregelung vorschlagen. Zu den Gläubigern zählen unter anderem mehrere Großbanken, der Elektronikkonzern Siemens und zahlreiche Privatpersonen wie der Hamburger Unternehmer Ulrich Marseille. „Wir gehen davon aus, dass das Insolvenzverfahren im ersten Halbjahr abgeschlossen wird“, sagt Naschke. Allerdings verfügt Windhorst derzeit auch nicht über die rund 1,5 bis 1,6 Millionen Euro, die er seinen Gläubigern anbietet. Das Geld gibt ihm der in London lebende Geschäftsmann Rob Hersov, ein Abkömmling der südafrikanischen Hersov-Dynastie, die ihr Geld mit Minen verdient hat. Rob Hersov mehrte sein Vermögen vor allem durch den Verkauf seiner Fluggesellschaft NetJets an den US-Investor Warren Buffet. 

Windhorst, einst Gast des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl auf dessen Asien-reise und Gastgeber von Filmstar Michael Douglas, muss sich bescheiden. Derzeit arbeitet er als Geschäftsführer in einem kleinen Berliner Be-ratungsunternehmen. Aus seiner Eigentumswohnung muss er wahrscheinlich ausziehen – sie wird zwangsversteigert. tel 

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