Archiv: Letzter Schritt

Thomas und Andreas Strüngmann » Wie dieHexal-Gründer die Südwestbank vollständig übernehmen wollen. 

Als die Zwillinge Andreas und Thomas Strüngmann vor zwei Jahren für 100 Millionen Euro rund 90 Prozent der Anteile der Südwestbank kauften, rieben sich die Konkurrenten die Augen. Als genossenschaftliches Institut galt die baden-württembergische Bank als unverkäuflich, zudem hatte sich das Strüngmann-Duo bis dahin vor allem im Pharmabereich als Gründer von Hexal einen Namen gemacht. Rund eineinhalb Jahre nach dem Verkauf ihrer Hexal-Anteile streben sie nun die Komplettübernahme der Südwestbank an, die in Baden-Württemberg 27 Filialen betreibt und rund 100 000 Kunden betreut. 

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Die Süddeutsche Krankenversicherung hat ihr Paket von 2,5 Prozent bereits an die Strüngmanns verkauft. Die Gespräche mit der R+V Versicherung, die noch 3,3 Prozent der Bankanteile hält, laufen „gut und konstruktiv“, heißt es. „Im letzten Schritt soll auf die rund 100 Einzelaktionäre zugegangen werden“, sagt Bernd Kiene, seit 2004 Vorstandssprecher der Südwestbank. Der ehemalige SEB-Vorstand bringt die einstige Genossenschaftsbank auf Trab. Lag die Vorsteuerrendite 2004 nur bei 0,1 Prozent, stieg sie 2005 bereits auf 12,5 Prozent. Im kommenden Jahr will die Südwestbank die Zielmarke von 15 Prozent überschreiten. Nachdem Kiene zunächst mehr als 100 Arbeitsplätze abbaute, will er bis Anfang 2007 fünf zusätzliche Filialen in Baden-Württemberg eröffnen. An eine Erweiterung über die Grenzen des Bundeslandes hinaus denkt er derzeit nicht. Aber er ist davon überzeugt, dass die Eigner der Südwestbank bei einer günstigen Gelegenheit eine passende Bank zukaufen würden. „Eine solche Chance“, sagt Kiene, „werden sie sich nicht entgehen lassen.“ 

stefanie.burgmaier@wiwo.de | Frankfurt 

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