Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Archiv: Liebe Leserinnen, liebe Leser,

als WirtschaftsWoche-Chefreporter Dieter Schnaas sich in Priština, der Hauptstadt des Kosovo, mit dem leitenden Zentralbanker Donat Branger traf und ihn nach den wirtschaftlichen Perspektiven der zwischen Serben und Kosovaren umstrittenen Provinz fragte, erhielt er zur Antwort: „Ein Tigerstaat wird das hier nicht.“ Sechs Jahre nach dem Krieg lohnt ein neuer Blick auf die fast vergessene Krisenregion unter UN-Protektorat. Denn in wenigen Monaten werden die Weichen gestellt für die Zukunft des Kosovo und damit des gesamten Balkans. Die Neuordnung der Region wird für die Europäer kostspielig. Unter dem historischen Amselfeld lagern Europas größte Braunkohlevorkommen. Bei den europäischen Energieriesen weckt das Interesse – bei der EU dagegen Sorgen: Serbien, das völkerrechtlich noch immer Anspruch auf das Kosovo hat, wird sich den Verlust der (Boden-)Schatzkammer teuer bezahlen lassen (Seite 26). 

Nie waren Innovationen für Deutschland wichtiger als heute. Mit ihnen entscheidet sich das wirtschaftliche Schicksal der Nation. Doch immer mehr Forscher in unserem Land verlieren ihre einstige Spitzenposition. Zwar mangelt es nicht an Ideen, aber oft an der Fähigkeit, sie in marktgängige Produkte umzusetzen. Zu den Ausnahmen zählen die Preisträger des Innovationspreises der Deutschen Wirtschaft, den WirtschaftsWoche und Wirtschaftsclub Rhein-Main gemeinsam ausschreiben. In diesem Jahr heißen die Sieger Siemens, Villeroy & Boch und Pemeas; ihre Produkte haben Weltniveau. Am Samstag werden sie bei einer festlichen Gala in Frankfurts Alter Oper im Beisein zahlreicher Unternehmenschefs und Spitzenpolitiker geehrt (Seite 74). 

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Erfolgreiche Unternehmen beherrschen das Innovationsmanagement. Es sorgt dafür, dass immer neue Produkte entstehen. Siemens und Villeroy & Boch wurden dafür beim Wettbewerb „Best Innovator“ schon ausgezeichnet, den die WirtschaftsWoche gemeinsam mit der Unternehmensberatung A. T. Kearney ausrichtet – in diesem Jahr zum ersten Mal auch auf europäischer Ebene: Unternehmen aus sechs Ländern ließen ihre Innovationsfähigkeit von den Unternehmensberatern auf Herz und Nieren prüfen. Ergebnis: Entscheidend für die Qualität des Innovationsmanage-ments sind nicht kulturelle Unterschiede, sondern „Innovationsaffinität der internationalen Konkurrenten aus der eigenen Branche, Wettbewerbsintensität der Branche und besonders das Commitment des Topmanagements“, so Kai Engel, Leiter des europäischen Kompetenzteams Innovation bei A. T. Kearney (Seite 66). Die „Best Innovators“ des vergangenen Jahres in Europa sind: BMW (Deutschland), Danone (Frankreich), der Medizintechnikspezialist Smith & Nephew (Großbritannien), Pirelli (Italien), TAG Heuer (Schweiz) und der Landmaschinenhersteller Pöttinger (Österreich). 

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