Archiv: Massiver Ausbau

Forschung und Entwicklung » Chinas breit angelegte Innovationsoffensive sorgt für Unruhe bei der Bundesregierung. 

Mit Sorge beobachtet die Bundesregierung Chinas Anstrengungen, in Forschung und Entwicklung (F+E) zur Weltspitze aufzuschließen. In einem Vermerk der deutschen Botschaft in Peking an das Auswärtige Amt in Berlin vom Juni dieses Jahres bewerten die Diplomaten die im neuesten Fünfjahresplan festgelegte Innovationsinitiative der chinesischen Regierung. Danach soll China sich bis zum Jahr 2020 zu einem „innovationsorientierten Land entwickeln“, das „in allen wichtigen technologischen Bereichen eigenständig Innovationen“ hervorbringen soll. Eckpunkte der Offensive sind Steuervergünstigungen und ein Ausbau der FInvestitionen. So können alle Unternehmen einen steuerlichen Freibetrag bei der Umsatzsteuer von 150 Prozent der FAusgaben bekommen. Darüber hinaus sind Unternehmen, die als Hochtechnologiefirmen eingestuft werden, für zwei Jahre von der Körperschaftsteuer befreit. Die Ausgaben für F+E sollen bis 2020 auf 2,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen. Die Folge: Der Wettbewerbsdruck für die deutsche Wirtschaft dürfte zunehmen. „Mit Blick in die Zukunft“, heißt es in dem Vermerk, „wird sich die deutsche Industrie darauf einstellen müssen, mit chinesischen Firmen nicht nur auf Drittmärkten, sondern auch in Europa konkurrieren zu müssen.“ Europa werde sich die Frage stellen müssen, was in 10, 15 oder 20 Jahren noch für einen ausgewogenen Handel mit China übrig bleibe. 

Anzeige
Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%