Mehr Logans für Europa

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Renault » Das Billigauto der rumänischen Tochtergesellschaft Dacia verkauft sich im Westen glänzend. 

Das hätten sich Renault-Chef Carlos Ghosn und sein Vertriebsvorstand Patrick Blain kaum träumen lassen: Das Billigauto Logan der rumänischen Tochter Dacia wird in Frankreich, dem Heimatland der Marke Renault, zum Kassenschlager. Mit einem Absatz von rund 5000 Logans hatte Ghosn dieses Jahr in Frankreich gerechnet. Doch bereits eine Woche nach dem Marktstart sind 5000 Billigautos verkauft. In Deutschland war der Start nicht ganz so furios, in der ersten Woche gingen rund 300 Bestellungen ein. Dennoch zeichnet sich ab, dass der Konzern ein größeres Fahrzeugkontingent für Westeuropa benötigt, als ursprünglich geplant. „Wir versuchen, die Produktion in unserem Dacia-Werk in Rumänien deutlich zu erhöhen“, sagt ein Renault-Sprecher. Trotzdem sind, wie Renault-Insider berichten, nicht alle Händler begeistert. Die Margen beim Logan sind noch schmaler als etwa beim Kleinwagen Clio. Dass der Logan den teureren Konzernbruder kannibalisiert, wird bei Renault zwar offiziell bestritten: So seien die Logan-Käufer überwiegend Erstkunden, die sonst Gebrauchtwagen gekauft hätten. Dennoch wird in der Vorstandsetage erwogen, künftig wegen der hausinternen Konkurrenz keine Stufenheckversion des Clio mehr zu bauen. Die Preissensibilität der Kunden bekommt auch der jüngste Ableger des Clio, der Modus, zu spüren. Das Modus-Werk im spanischen Valladolid hat kürzlich die Produktion von drei auf zwei Schichten heruntergefahren. In den ersten fünf Monaten wurden nur rund 81 000 Fahrzeuge gebaut. Die Jahreskapazität des Werks ist auf 300 000 Autos ausgelegt. Auch die Wettbewerber stellen sich verstärkt auf die Sparklientel ein. Nachdem Ford eine Billigversion des Kleinwagens Ka aufgelegt hat, zog Opel jetzt mit einem Corsa für unter 10 000 Euro nach. 

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thomas.katzensteiner@wiwo.de 

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