Archiv: Mehr Rechte

Horst Seehofer » Der Bundesverbraucherminister will den Bürgern mehr Rechte bei der Kreditprüfung einräumen. 

Datenschützer schlagen Alarm: Bei der Bonitätsprüfung von Verbrauchern, die einen Kredit beantragen, flössen „in großem Maße Daten ein, die diskriminierenden Charakter haben“, kritisiert das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein in einem Gutachten, das es für Bundesverbraucherminister Horst Seehofer erstellt hat. Der will umgehend handeln. Geplant ist, die Bonitätsbeurteilung von Bürgern durch die Kreditprüfstellen zu reformieren. Dabei will er vor allem für mehr Transparenz bei der Prüfung sorgen sowie die Einspruchsmöglichkeiten der Bürger bei der Schufa und anderen Auskunfteien erweitern. „Künftig sollte lediglich der endgültige Abschluss eines Kreditvertrags zu einem Schufa-Eintrag führen“, fordert Edda Müller, Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen. Denn jede Kreditnachfrage, die mit einer Schufa-Abfrage verbunden sei, wirke sich bereits negativ aus – auch wenn der Kunde gar keinen Kreditvertrag abschließe. Zur Vorbereitung der Reform lädt Seehofer für den 27. Juni Verbraucherschützer, Banker und Regierungsvertreter zu einem Symposium nach Berlin ein. 

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christian.ramthun@wiwo.de | Berlin;peter gräf | Berlin 

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