Archiv: Monopol soll fallen

Sportwetten » Ausländische Anbieter drängen nach Deutschland. Die EU-Kommission will ihnen den Weg ebnen. 

EU-Kommissar Charlie McCreevy erhöht den Druck auf die Bundesregierung, das staatliche Glücksspielmonopol aufzuweichen und private Unternehmen zuzulassen. Am Mittwoch dieser Woche wollte er ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten. Das Signal für ausländische Anbieter von Sportwetten, sich auf den Eintritt in den deutschen Markt vorzubereiten. 

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Adrian Morris, Finanzchef des britischen Wettanbieters Stanleybet International, wirbt in Deutschland bereits Personal an und bereitet Werbeaktionen vor, sechs Läden hat das Unternehmen – trotz rechtlicher Bedenken – schon eröffnet. „Wir sind dabei, uns in Deutschland aufzustellen“, sagt Florian Disson vom finnischen Unternehmen Paf. Es versucht gerade, sich über Bandenwerbung bei Eishockeyspielen am deutschen Markt bekannt zu machen. Bisher betreibt Paf seine Casinos vor allem auf Schiffen. Alleiniges Ziel des Unternehmens ist es, Gelder zur Unterstützung wohltätiger Organisationen zu sammeln. Daher sucht Disson auch in Deutschland nach karitativen Partnern. Auch Sportingbet, der weltweit größte Betreiber von Sportwetten, interessiert sich für den deutschen Markt. Zwischen zwei und drei Milliarden Euro setzt die Branche derzeit in Deutschland um. Analysten prognostizieren für die nächsten Jahre Steigerungsraten von 50 bis 60 Prozent. Zudem wird die Fußball-WM 2006 das Geschäft beflügeln. 

juergen.salz@wiwo.de,silke wettach | Brüssel 

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