Archiv: Neue Formen

Oliver Behrens » Der einstige Vermögensver-walter der Deutschen Bank soll institutionelle Anleger für die Sparkassenfonds der Deka gewinnen. 

Er gilt als Großbanker vom Scheitel bis zur Sohle, 23 Jahre lang hat Oliver Behrens, 41, für die Deutsche Bank gearbeitet. Als Lehrling hatte er dort angefangen und den Finanzkonzern nur zum Studium der Betriebswirtschaftslehre vorübergehend verlassen. Bis an die Spitze der Deutschen Asset Management, die die Vermögen institutioneller Anleger verwaltet, arbeitete er sich hoch. Nun muss er sich an neue Umgangsformen gewöhnen. Zum Jahresanfang wechselte er zur DekaBank, dem Fondsdienstleister der Sparkassen-Gruppe. 

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Dort soll Behrens möglichst bald in den Vorstand einziehen und das Geschäft mit den Institutionen auf Vordermann bringen. „Die größte Herausforderung des neuen Jahres“, nannte Deka-Interimschef Fritz Oelrich diese Aufgabe. Behrens muss das Fondsgeschäft mit den Großanlegern vorantreiben und dabei die Interessensgegensätze von Sparkassen und Landesbanken austarieren. 

Bei den Publikumsfonds, die vor allem Geld von Privatanlegern verwalten, steht die Deka zwar gut da. Mit Union Investment, dem Fondsanbieter der Volks- und Raiffeisenbanken, liefert sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei in Deutschland hinter der Deutsche-Bank-Tochter DWS. Aber im Geschäft mit Großanlegern wie Versicherungen, Pensionskassen und Stiftungen ist die Deka weit abgeschlagen. Noch 2001 war die Deka die Nummer eins bei institutionellen Fondsanlegern. Nach der Fusion der Allianz mit der Dresdner Bank rutschte sie jedoch auf Platz zwei ab, mittlerweile belegt sie nur noch Rang vier. Ein Grund für den Abstieg ist die mäßige Performance der Deka-Fonds. Kapitalmarktexperte Behrens muss nun die Sparkassen in den eigenen Reihen und externe Großanleger davon überzeugen, dass die Performance seiner Fonds auf Dauer zumindest mit der Konkurrenz mithalten kann. 

stefanie.burgmaier@wiwo.de | Frankfurt 

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