Archiv: Neuer Angreifer

Gerhard Diehl » Der schwäbische Spediteur baut mit Branchenkollegen einen deutschlandweiten Briefdienst auf – bereits der dritte neben der Deutschen Post. 

Das Ende des Briefmonopols der Deutschen Post Anfang 2008 lockt immer mehr Wettbewerber an. Der neueste Angreifer ist das Unternehmen Xanto in München. Dort haben sich der ehemalige Logistikmanager und Unternehmensberater Christian Holland-Moritz sowie fünf mittelständische deutsche Spediteure zusammengeschlossen: Cretschmar Logistik aus Düsseldorf, Honold aus Neu-Ulm, Militzer & Münch aus Hof/Saale, G.L. Kayser aus Mainz und Diehl aus Esslingen. Die sechs wollen bis Ende 2007 ein deutschlandweites Briefbeförderungsnetz aufbauen, um der Deutschen Post Konkurrenz zu machen. 

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„Wir glauben, dass wir dem Marktführer dann Paroli bieten können“, sagt Mitgesellschafter Gerhard Diehl, Chef der gleichnamigen schwäbischen Spedition. 

Damit wären die Spediteure nach den deutschen Verlegern mit ihrer Pin Group und der niederländischen Post TNT die Dritten, die in das rund 9,5 Milliarden Euro schwere Geschäft der Post eindringen wollen. 

In der Strategie unterscheiden sich die Spediteure stark von den anderen beiden Neulingen. Anders als diese wollen Diehl und Co. nur den flächendeckenden Transport der Briefe organisieren und die Zustellung regionalen Dienstleistern überlassen. Die Spediteure haben der Deutschen Post schon einmal zugesetzt, als sie 1976 den Paketdienst DPD mitgründeten, der dem gelben Riesen bis heute schwer zu schaffen macht. 

reinhold.boehmer@wiwo.de 

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