Archiv: Neuer Helfer

KarstadtQuelle » Dunkelgrauer Anzug, weißes Hemd, rot-gestreifte Krawatte. Harald Pinger, KarstadtQuelles Finanzvorstand und derzeit Koordinator des Vorstands, machte bei seiner ersten Bilanzkonferenz am Dienstag dieser Woche im Essener Scandic Hotel eine tadellose Figur. Seine Botschaft: „Die Liquiditätskrise ist vorbei.“ Damit das so bleibt, unterstützt ihn von Dienstag kommender Woche an Karsten Loges, bisher Managing Director beim Bankhaus Metzler. Er wird als Treasurer direkt unter Pinger die Cash-Planung und Finanzierung verantworten und Kontakt zu den Banken halten. 550 bis 600 Millionen Euro der insgesamt 1,75 Milliarden Euro an syndizierten Karstadt-Darlehen haben bisher den Besitzer gewechselt. Da der Verkauf dem Konzern erst mit zeitlicher Verzögerung mitgeteilt werden muss, kennt dieser noch nicht alle neuen Darlehensgeber. Klar ist, dass die Deutsche Bank sich mit gut 60 Millionen Euro als Kreditgeber neu eingekauft hat. Ferner übernahmen die US-Banken Goldman Sachs (300 Millionen Euro) und Morgan Stanley (106 Millionen) Kredite und verkauften sie weiter. Auch Investmentbanken wie Merril Lynch (24 Millionen Euro) und Lehman Brothers (10), der britische Fonds Fandell (7) und die Bank of America (5) haben sich eingekauft. Bisher größter Karstadt-Finanzier und Konsortialführer ist die Bayerische Landesbank mit 270 Millionen Euro vor ABN Amro mit 200 Millionen und der Dresdner Bank mit 180 Millionen. Ausgestiegen aus ihren Karstadt-Kreditverträgen sind bisher die WestLB (120 Millionen Euro), die Postbank (50) und die Landesbank Baden-Württemberg (30). Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hat 100 ihrer insgesamt 130 Millionen Euro an Krediten weitergereicht, die HypoVereinsbank gab 88 von insgesamt 120 Millionen Euro an KarstadtQuelle-Darlehen ab. 

b.haacke@wiwo.de, m.brück 

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