Archiv: „Neues Modell“

Joachim Faber » Der Allianz-Vorstand über den America’s Cup und denKonzernumbau. 

Herr Faber, Sie sind auf dem Weg nach Valencia, dem Austragungsort des 32. America's Cup. Was verbindet Sie mit Segeln? 

Ich bin als Schüler gesegelt. Dieser Sport, bei dem es auf Teamgeist und Technologie gleichermaßen ankommt, hat mich seither fasziniert. 

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Warum sponsern Sie als Allianz das amerikanische Team und nicht das deutsche? 

Für uns als Allianz, aber besonders für Allianz Global Investors als Vermögensverwalter der Gruppe ist der amerikanische Markt sehr wichtig. Zwei Drittel unseres verwalteten Vermögens kommen aus den USA. Außerdem haben wir über unser Formel-1-Engagement gute Verbindungen zu BMW. Und nicht zuletzt ist das BMW-Oracle-Racing-Team derzeit der schärfste Rivale des Cup-Verteidigers Alinghi. 

Wie weit sind Sie mit der Bündelung Ihrer Deutschland-Aktivitäten unter dem Dach derAllianz Deutschland AG? 

Eine Vielzahl von Projekten befasst sich mit den internen Prozessen und den Schnittstellen zum Kunden. Wir haben für unseren Vertrieb eine eigene Gesellschaft gegründet und ein neues Modell für den Versicherungsbetrieb entwickelt. Nun gilt es, dieses Schritt für Schritt einzuführen. 

Sind tatsächlich 10 000 Arbeitsplätze bedroht? 

Auf der Basis unseres neuen Betriebsmodells erarbeiten wir, wie viele Arbeitsplätze wir an welchen Standorten in der Zielstruktur benötigen. Darüber werden wir im Juni informieren. Wir wollen den Umbau möglichst sozialverträglich und einvernehmlich gestalten. 

Was bedeutet der Umbau für die Vermögensverwaltung? 

Bisher waren die Vertreter bei der Sachversicherung angebunden. Unsere Fondsgesellschaft und Lebensversicherung kämpften immer ein wenig mit den Geschäftsplänen der Sachversicherung. Das wird in der neuen Struktur vermieden. 

Kunden sollen einen besseren Überblick über Ihre Produkte erhalten. Sind Fonds einbezogen? 

Ja, bald sollen die Informationen an unsere Kunden Versicherungen und Fonds in einem Auszug zeigen. 

Sie haben vor Kurzem die Allianz Global Investors Europe gegründet. Was hat die Gesellschaft gebracht? 

Wir haben uns lange auf die USA und Deutschland konzentriert. Da waren wir sehr erfolgreich. Die neue Gesellschaft kümmert sich nun intensiv um die übrigen europäischen Märkte. Im ersten Quartal konnten wir so den Absatz um 60 Prozent steigern. 

Planen Sie in Asien Ähnliches? 

Ja, wir sind gerade dabei, Allianz Global Investors Asia Pacific in Hongkong zu formieren. Spätestens im Herbst sollte die Gesellschaft stehen. 

stefanie.burgmaier@wiwo.de | Frankfurt 

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