Nobelpreise und Schlapphüte

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In den USA ist das MIT der stärkste Motor für die Entwicklung neuer Technologien. 

Welche Top-Universität beschäftigt den Ex-Chef des mächtigsten Geheimdienstes der Welt? Das Massachusetts Institute of Technology, kurz MIT. Hier, auf dem großzügigen Campus im Städtchen Cambridge, einem Vorort von Boston, unterrichtet der ehemalige CIA-Chef John Deutch. Nicht Spionage, sondern sein Spezialgebiet physikalische Chemie. Die Karriere in Washington in den Neunzigerjahren war nur ein Abstecher für das Multitalent. Deutchs wahre Liebe gilt dem MIT, an dem er schon Anfang der Siebziger lehrte. 

Das 1861 gegründete MIT steht auf der von der „Higher Times“ herausgegebenen Rangliste der besten Universitäten derzeit auf Platz 2, hinter der Harvard-Universität. In der Technikforschung ist das Institut Spitzenreiter. Für die US-Wirtschaft ist das MIT neben den sieben weiteren Forschungseinrichtungen im Intelligenzgürtel Bostons eine Art Supertreibstoff, der besonders die Ostküste mit ideenreichen Unternehmensgründungen versorgt. Das Institut gibt mit der „MIT Reviewy“ ein eigenes Technologiemagazin heraus. Am MIT haben die Wissenschaftler keine Berührungsängste mit der Wirtschaft – ganz im Gegenteil. Das neueste Labor wird von Nokia finanziert. 40 Wissenschaftler arbeiten hier am Handy des nächsten Jahrzehnts. Ein Großteil der rund 6,7 Milliarden Dollar für die MIT-Stiftung kommt von Unternehmen und Privatspendern. Gute PR ist beim Spendensammeln unerlässlich. 

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Da die Forschungsausgaben der US-Unternehmen seit einigen Jahren zurückgehen, hat das Institut noch an Bedeutung gewonnen. Denn am MIT wird noch richtig nach den Sternen gegriffen, an Raumfahrttechnologie geforscht, an der Zukunft des Internets ebenso wie an neuen Medikamenten. 

matthias.hohensee@wiwo.de | Silicon Valley 

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