Archiv: Östlicher Geldregen

Wolfgang Reitzle » Der Linde-Chef kann mit einem hohen Zufluss aus dem Verkauf der polnischen BOC-Tochter rechnen. 

Mit den Auflagen der Europäischen Union kann Linde-Chef Wolfgang Reitzle gut leben. Bei der Übernahme des britischen Konkurrenten BOC wurde er verpflichtet, die BOC-Gasaktivitäten in Polen abzustoßen. Brancheninsider rechnen mit einem hohen Mittelzufluss aus dem zwangsweisen Verkauf der BOC Polska. Als Marktführer (35 Prozent Anteil) bringt sie einem Umsatz von rund 100 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 25 bis 30 Millionen Euro auf die Waage. „Reitzle darf mit wenigstens dem Elffachen Ebitda als Verkaufserlös rechnen“, so ein Branchenkenner. Das wären etwa 300 Millionen Euro. Zudem könnte ein Bietergefecht den Preis noch höher treiben. BOC Polska gilt in der Gase-Industrie als Osteuropa-Perle. Neben der französischen Air Liquide wird der amerikanische Praxair Interesse zugesprochen. „Wir werden auf jeden Fall mitbieten", bestätigt Praxair-Deutschland-Chef Eduardo Gil. Der Verkaufsforderung will Reitzle denn auch „zügig“ nachkommen. Erste Kontakte zwischen Praxair und Linde gab es bereits. 

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christof.schuermann@wiwo.de 

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