Archiv: Ort der Erholung

Design, Funktionalität und Langlebigkeit sind Qualitäten, die moderne Armaturen fürs Bad mitbringen müssen. 

Wasser, das aus der Decke zu fließen scheint und im Boden verschwindet; weder Duschkopf noch Abfluss sind sichtbar. Keine Kacheln, sondern Holz, Glas, Edelstahl und Chrom – das Badezimmer als Vorzeigeobjekt, innenarchitektonische Perle und Wohlfühl-Sphäre ist nicht mehr nur Luxushotels vorbehalten. Schickere Bäder sind auch in Privathaushalten immer mehr angesagt. Elf Millionen Deutsche wollen bis 2007 ihre private Nasszelle auffrischen. Einer Studie der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) zufolge sind acht Millionen deutsche Bäder älter als 15 Jahre, die Hälfte von ihnen ist sogar seit 25 Jahren nicht mehr erneuert worden. Wegen des Renovierungsbedarfs rechnet die VDS – nach Jahren des Rückgangs – für 2006 mit einem Umsatzplus von 1,4 Prozent. Für das Wachstum soll insbesondere das Geschäft mit Wasserhähnen und Duschköpfen sorgen. Laut Branchenschätzungen erreichten Badarmaturen im vergangenen Jahr bereits einen Anteil von 34 Prozent an der Gesamtproduktion des Sanitärmarktes. 

Opulent oder puristisch. Einige Hersteller setzen dabei auf immer extremere Formen. So bietet etwa der deutsche Hersteller Jado verzierte Armaturen an, bei denen wahlweise ein Schwan oder ein Schwanenkopf den Wasserhahn bildet und die Kristallgriffe von Swarovski kreiert wurden. Preis: 2100 Euro. Trotzdem sind auch puristische Armaturen gefragt. „Es gibt keinen Haupttrend mehr“, sagt VDS-Geschäftsführer Jens Wischmann. Mal poliert, mal matt gebürstet – das Angebot im Hochpreissegment folgt gegensätzlichen Linien. Beliebt sind Regenbrausen, die sich auch als einfache Duschköpfe mit vielen Düsen und verschiedenen Strahleinstellungen an jeden Schlauch anschließen lassen. Aufwendiger ist die Installation eines Duschkopfes mit 131 Düsen bei 210 Millimeter Durchmesser, der direkt in die Decke eingelassen wird. Die Deutschen sehen ihr Bad immer mehr als Ort der Erholung. Besonders gefragt sind Duschen, die das Gefühl vermitteln, mitten im Regen zu stehen, und unsichtbare Wasserhähne, bei denen das Wasser direkt aus der Wand fließt. Das Design der Badezimmerausstattung steht bei den Kundenwünschen ganz oben, gefolgt von der Haltbarkeit und der Funktionalität. 

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Stark im Kommen sind große Badewannen mit Whirldüsen, die freistehend mitten im Badezimmer aufgestellt werden, und ebenerdige Duschen. Die berührungslose Bedienung von Wasserhähnen, wie sie etwa in Hotels zu finden ist, kommt zunehmend auch in privaten Badezimmern zum Einsatz. Ein Infrarotsensor im Wasserhahn erkennt die darunter gehaltene Hand und lässt das Wasser fließen. Sicherheit spielt bei der neuen Generation von Badezimmern ebenfalls eine Rolle: Der Hersteller Grohe verhindert durch seine Cool-Touch-Entwicklung, bei der um das Wasserrohr ein weiteres Rohr gelegt wird, die Gefahr sich an der heißen Leitung zu verbrennen. 

kerstin ruskowski 

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