Patentklageeingereicht

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SAP » Dem Softwarekonzern droht ein Prozess vor einem amerikanischen Bezirksgericht. 

SAP-Chef Henning Kagermann steht Ärger ins Haus. Die Unbill kommt aus Herndon, drittgrößte Stadt des US-Bundesstaates Virginia und Sitz des Softwarehauses ePlus, nicht verbunden mit dem gleichnamigen deutschen Mobilfunkanbieter. „Wir haben kürzlich eine Patentrechtsklage gegen SAP eingereicht“, sagt ePlus-Chef Phil Norton. 16 Seiten umfasst die Klageschrift, die der WirtschaftsWoche vorliegt und unter dem Aktenzeichen 05-CV-281 beim US-Bezirksgericht in Richmond/Virgina eingegangen ist. Die Gerichtsverhandlung ist für März 2006 terminiert. 

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ePlus ist spezialisiert auf Software zum Kostenmanagement von Unternehmen und erzielte im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 576 Millionen Dollar sowie einen Gewinn von 25,3 Millionen Dollar. In der Klageschrift wirft ePlus dem deutschen Softwareunternehmen SAP vor, gegen drei US-Patente verstoßen zu haben. Nach eigenen Angaben hält ePlus drei Patente im Bereich elektronische Bestellungabwicklung (E-Procurement). Diese Patente missachtet laut Klageschrift insbesondere SAPs Lieferanten-Management-Software mySAP SRM (Seller Relationship Management). Zur Höhe finanzieller Forderungen gegen SAP will sich ePlus nicht äußern. SAP hat bereits Mitte Juni gerichtlich auf die Vorwürfe geantwortet: SAP verstoße nicht gegen Patente von ePlus; im Übrigen seien die Patente von ePlus „ungültig“. 

In einem ähnlichen Fall hatte ePlus im Frühjahr 2004 das US-Softwarehaus Ariba verklagt. Anfang Februar 2005 sprach eine Jury des Bezirksgerichts, vor dem auch das Verfahren gegen SAP anhängig ist, Ariba in erster Instanz schuldig. Kurz darauf legten beide Parteien das Verfahren durch einen Vergleich bei, in dem sich Ariba zur Zahlung von 37 Millionen Dollar an ePlus verpflichtete. 

michael.kroker@wiwo.de 

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