Politik + Weltwirtschaft – Das Merkelmeter schlägt nur leicht nach oben aus. Heft 13/2006 Einheitlichkeit als Fetisch

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Wir leiden im Bildungswesen nicht an zu wenig, sondern an zu viel Bundeseinheitlichkeit. Man sollte meinen, dass Ökonomen gelernt haben, ordnungspolitisch zu denken. Wie kann das IW bei seinem „Merkelmeter“ Wettbewerbsföderalismus für das Bildungswesen als Rückschritt werten! Es hätte darauf hinweisen sollen, dass mit der Föderalismusreform allein noch nicht garantiert ist, dass das staatsrechtlich merkwürdige Politikkartell Kultusministerkonferenz (KMK) aufgebrochen wird. Dort wird nämlich seit Jahrzehnten nichts anderes betrieben als Vereinheitlichung auf Bundesebene. Die Folgen kennen wir doch! Der Fetisch Bundeseinheitlichkeit des Schulwesens kann von jedem Bundesland aufgegeben werden, indem es sich aus dem KMK-Politikkartell zurückzieht, den bürokratischen Zentralismus im eigenen Land beendet und den Schulen Autonomie gewährleistet. Dann entsteht vor Ort ein vielfältiges Angebot. Der Wettbewerb der Schulen um die Kinder wird dafür sorgen, dass ihnen bei der Anpassung an die neue Umgebung geholfen wird, weil sich keine Schule mehr leisten kann, einen Schüler wieder zu verlieren. 

Eckhard Behrens Heidelberg 

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