Politik + Weltwirtschaft – Unter dem Label Corporate Social Responsibility (CSR) drängen Politiker und NGOs Unternehmen zunehmend in den Ablass-Kapitalismus. Heft 23/2005 Vorreiterrolle

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Auch für die USA, Kanada, Mexico, Mittel- und Lateinamerika, wo ich lebe und arbeite, hat der Satz aus der WirtschaftsWoche volle Gültigkeit: „Am besten lässt sich soziale Verantwortung an geschaffenen Arbeitsplätzen messen.“ Das ist und bleibt richtig, reicht aber schon lange nicht mehr aus. Wir haben in den oben genannten Ländern die Erfahrung gemacht, dass es nicht der Notwendigkeit bedarf, dass „irgendwelche NGOs die Unternehmer ,drücken‘“ und diese sich in die Hände einer – durchaus existierenden – „Beratermafia“ begeben müssen. Vielmehr schließen sich Unternehmer (von ganz großen bis zu ganz kleinen) in eigenständigen Unternehmerorganisationen zusammen, um im Bereich der sozial-unternehmerischen Verantwortung ihre Kenntnisse zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und Kriterien zu definieren. Es geht dabei nicht um eine „erkaufte Ruhe“, sondern eher um eine „gewollte Unruhe“, die darauf hinwirkt, die Unternehmen als Teil der Gesellschaft voranzubringen, und die ihnen – auch und gerade aus wohlverstandenem Eigeninteresse an wirtschaftlicher Entwicklung – ermöglicht (ja, sie gewissermaßen dazu zwingt), eine Vorreiterrolle in diesem Prozess zu spielen. 

Dr. Matthias Dietrich  Director Ejecutivo Fundación R. Terán Managua (Nicaragua) 

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