Archiv: Rückzug geplant

Deutsche Telekom » Der Konzern prüft den Verkauf des Call-in-Anbieters Digame, weil der Einstieg ins TV-Geschäft blockiert ist. 

T-Com-Chef Walter Raizner erwägt einen Verkauf des Telefondienstleisters Digame. An dem Spezialanbieter für Call-in-Sendungen im Fernsehen hält die Deutsche Telekom direkt 49 Prozent und indirekt über die Zehn-Prozent-Beteiligung am Mehrheitseigner Twister Research International BV weitere fünf Prozent. Noch in diesem Jahr könnte die Telekom ihre Anteile ganz oder teilweise an Twister oder einen anderen Interessenten abstoßen. Raizner gerät unter Zugzwang, weil die Landesmedienanstalt den Vorstoß von Digame ins Fernsehgeschäft blockiert. Digame-Chef Werner Klötsch will im Herbst einen eigenen TV-Kanal starten, der in der Sendepause des Kinderkanals Ki.ka zwischen 21 und 6 Uhr mit Gewinnspielen auf Sendung geht. Doch die eigentlich für den 26. August vorgesehene Genehmigung konnte die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen nicht erteilen. Stattdessen schaltete sie die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) ein. Ihr Auftrag: die enge Verflechtung zwischen Digame, Deutscher Telekom und dem Bund als Telekom-Großaktionär zu durchleuchten. KEK-Leiter Bernd Malzanini forderte Digame und Telekom auf, Nachweise vorzulegen, dass der Staatsanteil an Telekom zu keiner Einflussnahme auf die Digame-Sendungen führt. Die Telekom tut sich offenbar schwer, diese Beweise zu erbringen. 

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juergen.berke@wiwo.de 

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