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Lee Scott » Der Wal-Mart-Chef verpflichtet eine ehemalige Drei-Sterne-Generalin als Personalberaterin. 

Norwegens Finanzministerin Kristin Halvorsen, Vorsitzende der Sozialistischen Linkspartei, ließ sich nicht mehr umstimmen. Der Ölfonds, in den ein Großteil der norwegischen Öleinnahmen fließt, verkaufte bereits Wal-Mart-Aktien im Wert von rund 410 Millionen Dollar. Der US-Einzelhandelsriese, so die Begründung, missachte die Rechte der Arbeitnehmer. Dabei hat Wal-Mart-Chef Lee Scott jetzt eine ehemalige Drei-Sterne-Generalin der US-Armee verpflichtet, die neue Strategien für die Personalpolitik entwickeln soll: Claudia Kennedy, 58 Jahre alt. Dem Konzern wurde bereits mehrfach vorgeworfen, er behandle seine Mitarbeiter schlecht. So verurteilte ein Gericht in Kalifornien das Unternehmen zur Zahlung von 172 Millionen Dollar Entschädigung an mehrere tausend Beschäftigte, weil es ihnen die Mittagspause verweigert hatte. In Deutschland verwarf das Landesarbeitsgericht Düsseldorf einen rund 30 Seiten umfassenden Ethik-Katalog, mit dem Wal-Mart seinen Angestellten unter anderem Liebesbeziehungen innerhalb des Unternehmens verbieten wollte. Claudia Kennedy, die 1968 in die US-Armee eintrat und dort als erste Frau in den Rang eines Drei-Sterne-Generals aufstieg, soll künftig solche Konflikte vermeiden. Erfahrungen hat sie genug. So diente sie als befehlshabende Generalin einer militärischen Ausbildungseinheit. Bevor sie 2000 ausschied, war sie für rund 45 000 Mitarbeiter der Streitkräfte verantwortlich. 

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mario.brueck@wiwo.de 

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