Archiv: Seltsame Geschäfte

Josef Ackermann » Der Deutsche-Bank-Chef kauft Aktien der Deutschen Börse. Vor knapp vier Jahren stieß er sie ab – zu einem Drittel des jetzigen Kurses. 

Gute Investments sehen anders aus: Für rund 110 Millionen Euro sammelte die Deutsche Bank in diesen Tagen an der Börse rund ein Prozent der Deutschen Börse AG ein. 2002 hatte die Bank ihre letzten Anteile zu je 34,50 Euro verkauft. Für das Paket zahlt Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann jetzt um die 105 Euro pro Aktie, insgesamt rund 65 Millionen Euro mehr, als er damals erlöste. Ackermann, heißt es aus der Bank, wolle eine Fusion der Deutschen Börse mit der Pariser Euronext unterstützen und Einfluss auf die Verteilung von Kompetenzen und Standorten nehmen. Ähnliches hat Commerzbank-Chef Klaus-Peter-Müller im Sinn, der auch ein Prozent der Börse zurückkaufte. Er hatte 2003 bei seinem Verkauf rund 46 Euro je Aktie erlöst. Auch Allianz-Vorstand Paul Achleitner hält knapp ein Prozent. Ein reines Finanzinvestment, beteuert er. Doch er tritt ebenso wie Alessandro Profumo, UniCredit-Chef und Herrscher der HVB, für eine Europa-Börse ein. Finanzkreise schließen nicht aus, dass HVB und Allianz noch Börsenaktien kaufen. 

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hauke.reimer@wiwo.de | Frankfurt,stefanie burgmaier | Frankfurt 

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