Archiv: Starkes Duo

Karsten Henco » Der langjährige Evotec-Chef und Qiagen-Mitgründer arbeitet mit dem Krebs-forscher Axel Ullrich zusammen – einem der erfolgreichsten deutschen Biotech-Erfinder. Henco wird Chef von Ullrichs jüngstem Unternehmen U3. 

„Das ist kein Fulltimejob, aber eine sehr intensive Form der Entwicklungshilfe“, charakterisiert der erfolgreiche Biotech-Unternehmer Karsten Henco sein neues Engagement. Der Gründer der Biotech-Unternehmen Evotec und Qiagen wird Chef des erst fünf Jahre alten Startups U3 Pharma in der bayrischen Biotech-Enklave Martinsried bei München. Bei einer dritten Finanzierungsrunde hat es gerade 27 Millionen Euro eingesammelt. 

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Henco will das 28 Mitarbeiter starke Krebsforschungsunternehmen „auf die nächste Stufe stellen“ und dazu beitragen, dass die beiden ersten von U3 entwickelten Medikamente gegen Brust-, Lungen- und Darmkrebs zügig am Menschen erprobt werden. An diesen Entwicklungen ist der kalifornische Biotech-Riese Amgen bereits zu 50 Prozent beteiligt. Für weitere acht viel versprechende Projekte will Henco einen Partner aus der Pharmaindustrie finden. Denn er weiß: „Eine so volle Pipeline weiter alleine entwickeln zu wollen ist der direkte Weg in die Katastrophe.“ Da seien schnell pro Projekt „50 Millionen Euro durch den Schornstein geblasen“. 

Die Chancen, dass die bisher recht unbekannte U3, die dritte Gründung des Krebsforschers und Direktors des Max-Planck-Instituts für Biochemie, Axel Ullrich, sich rasch zu einem der führenden Biotech-Unternehmen entwickelt, sehen die privaten Investoren Life Science, Alta Partners, Atlas Venture, LCF Rothschild und BMSIF Singapore EDB vor allem mit einem erfahrenen Chef wie Henco gegeben. Henco und Ullrich kennen sich seit Jahrzehnten. 

Ullrich hat bereits zwei Medikamente erfunden, die heute Milliardenumsätze erwirtschaften: das gentechnisch hergestellte Insulin und das Brustkrebsmedikament Herceptin. 

susanne.kutter@wiwo.de 

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