Steuern + Abgaben 2005 – Trotz Steuer-reform: Die Abgabenlast der Arbeitnehmer sinkt nur leicht. Heft 53/2004 Nicht haltbar

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Ihr Artikel ist offenbar darauf angelegt, die Steuer- und Abgabenlast hochzurechnen. Besonders deutlich wird dies dort, wo Sie Versicherungsprämien und Entsorgungskosten, denen konkrete Gegenleistungen gegenüberstehen (Rente, Krankheit, Pflege, Arbeitslosigkeit, Abfall, Abwasser, Straßenreinigung), als Abgaben des Bürgers zu Gunsten des Staates einstufen. Lassen Sie mich diese wissenschaftlich nicht haltbare Denkweise fortsetzen: Wenn die genannten Pflichtversicherungen Teil der Staatsquote sind, warum rechnen Sie nicht auch andere Versicherungen (Kraftfahrzeug, Leben, Unfall) mit ein? Wenn Entsorgungskosten einbezogen werden, warum nicht auch die Aufwendungen für den grünen Punkt und den Schornsteinfeger? Wer die Kosten des Wasserbezugs auflistet, müsste eigentlich auch Ausgaben für Strom, Telefon, Heizöl und Benzin anführen. Wenn die Kirchensteuer eingerechnet wird, warum dann nicht auch die Beiträge für andere freiwillige Vereinsmitgliedschaften? Warum fehlen in der Auflistung Friedhofs-, TÜV-, Park- und Rundfunkgebühren, die Kindergartenbeiträge und die Branntweinsteuer? Sie sehen, mit etwas Fantasie kann man die Staatsquote erheblich steigern. 

Dr. Heiner Jüttner Aachen 

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