Suite Berlin Steigenberger Grandhotel Petersberg

Archiv: Suite Berlin Steigenberger Grandhotel Petersberg

Paschtunenführer Hamid Karsai – inzwischen Staatschef von Afghanistan – übernachtete in dem Hotel, das seit 2001 mit dem Namen seines Landes verbunden ist. Denn wie schon oft zuvor bot das Hotel Petersberg der Weltpolitik die Bühne, als hier im November 2001 auf Einladung der Bundesregierung die Afghanistan-Konferenz stattfand. Die hohe Diplomatie ist so etwas wie die zweite Bestimmung dieses schönen Hotels auf dem Petersberg; im Laufe seiner illustren Geschichte hat es immer wieder Staatsgäste beherbergt, und es war oft der Ort, an dem wichtigen Gesprächen zum Durchbruch verholfen wurde. Das Hotel, 1892 eröffnet, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den Alliierten für ihre Hohe Kommission beschlagnahmt. 25-mal hat der erste deutsche Bundeskanzler, Konrad Adenauer, hier verhandelt, bis das Petersberger Abkommen unter Dach und Fach war. 

Nachdem die alliierten Kommissare ihr Domizil mit Rheinblick wieder geräumt hatten, klopfte die Bundesregierung bei den Besitzern an: Man würde das Haus gerne offiziell als Residenz für Staatsgäste mieten. Allein von 1955 bis 1969 kehrten 31-mal auswärtige Staatsoberhäupter auf dem Petersberg ein: Äthiopiens Kaiser Haile Selassie machte den Auftakt, es folgten Queen Elizabeth II. und Südafrikas Nelson Mandela und Bill Clinton. Was den Petersberg als Staatsresidenz so praktisch macht: Er lässt sich leicht abriegeln. Präsidenten und Monarchen können bequem mit dem Hubschrauber einfliegen – und sind sicher untergebracht. Es sei denn, sie entwickelten Eigeninitiative wie 1973 Kremlfürst Leonid Breschnew, der spätabends noch unbedingt sein offizielles Gastgeschenk testen wollte – ein Mercedes Cabriolet. Doch die Zufahrtsstraße zum Petersberg ist steil, die Kurven sind eng, es geht durch dichten Wald. Der Ausflug des Sowjetführers endete an einem der zahlreichen Bäume. 

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Die Präsidentensuite auf dem Petersberg heißt – zum Verdruss der Bonner – übrigens Berlin. 290 Quadratmeter und alle Annehmlichkeiten. Inzwischen steht das Haus als Fünf-Sterne-Hotel unter der Regie der Steigenberger-Kette. Die Suite der Staatsgäste kann heute jeder buchen, der 1300 Euro für eine Übernachtung ausgeben mag. Dafür darf sich der Gast dann auch fast wie bei einem Staatsempfang fühlen. Begrüßungscocktail, Candle-Light-Dinner im Restaurant Rheinterrassen, ausgesuchte Weine, Frühstück im Wintergarten – „ganz so“, verspricht Steigenberger, „wie wir es bei höchstem Besuch offerieren“. 

53639 Königswinter 

Tel. 0 22 23/7 40, www.gaestehaus-petersberg.de 

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