transrapid ThyssenKrupp schweigt

Archiv: transrapid ThyssenKrupp schweigt

Das Verhalten von ThyssenKrupp in der Technologieklau-Affäre in Shanghai (WirtschaftsWoche 50/2004, 4/2005) hat beim Transrapid-Konsortialpartner Siemens offenbar für Verstimmung gesorgt. Die Münchner gehen anscheinend davon aus, dass ThyssenKrupp in der Shanghaier Wartungshalle chinesische Ingenieure heimlich beim Vermessen der Antriebstechnik des Zuges filmen ließ, um sich eine bessere Ausgangsposition für eventuelle spätere Patentrechtsstreitigkeiten zu verschaffen. Die Chinesen dürften an der Magnetbahn jedoch „vermessen und untersuchen, was sie wollen“, sagte ein Vorstandsmitglied von Siemens der WirtschaftsWoche. Praktisch sei ihnen die Technologie schon im vergangenen April überlassen worden. Die deutsche Seite könne sich erst über Technologieklau beschweren, wenn die Chinesen eines Tages mit einem eigenen Produkt auf den Markt kämen, das die von ThyssenKrupp entwickelte Antriebstechnik enthielte. ThyssenKrupp will unterdessen keinerlei weitere Stellungnahme abgeben. Das zuständige Vorstandsmitglied von ThyssenKrupp Technologies, Heinrich Igelbüscher, wollte weder bestätigen, dass ein ThyssenKrupp-Mitarbeiter im vergangenen November in der Shanghaier Wartungshalle mitten in der Nacht chinesische Ingenieure beim Vermessen der Antriebstechnik heimlich gefilmt habe, noch die Frage beantworten, wozu denn das gut gewesen sein sollte, wenn den Chinesen schon das gesamte System gehöre. Offenbar will er die Chinesen und auch den Partner Siemens nicht weiter reizen. Das Verhältnis zwischen ihm undChinas Transrapidbeauftragtem Commander Wu Xiangming gilt als gespannt. wiw 

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