Überraschend im Angebot

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Moeller Holding » Der amerikanische Finanzinvestor Advent will das Bonner Unternehmen an strategische Investoren verkaufen. 

Der Bonner Elektrotechnikhersteller Moeller Holding steht überraschend schnell wieder zum Verkauf. Ursprünglich wollte der amerikanische Finanzinvestor Advent International die Gruppe fünf bis sieben Jahre lang halten. Das hatte er bei der Übernahme im Dezember 2003 angekündigt. Doch jetzt sucht er strategische Investoren. 

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„Eine Veräußerung steht unmittelbar bevor“, heißt es aus Unternehmenskreisen. Danach verhandelt Advent mit Siemens sowie den amerikanischen Elektrotechnikunternehmen Rockwell Automation und Eaton. Mit der Abwicklung des Verkaufs wurde dem Vernehmen nach die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley beauftragt. Begründet wird der vorzeitig angestrebte Gesellschafterwechsel mit dem schnellen Erfolg der Sanierung. „Es ist uns gelungen, die Verlustbringer in kürzester Zeit zu eliminieren und unsere Bankverbindlichkeiten deutlich zu reduzieren“, sagte Moeller-Chef Theo Kubat. Im vergangenen Jahr schloss das Unternehmen die Standorte Hersel bei Bonn mit rund 250 Arbeitsplätzen und Gummersbach mit rund 170 Stellen und verlagerte die Produktion größtenteils nach Osteuropa und Asien. Derzeit beschäftigt Moeller 9500 Mitarbeiter. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/05 stieg der Umsatz um sieben Prozent auf 720 Millionen Euro. Das Ergebnis erhöhte sich auf gut 80 Millionen Euro, im Geschäftsjahr zuvor hatte es 52 Millionen Euro betragen. Bei der Übernahme hatte Advent rund 50 Millionen Euro an Eigenkapital bereitgestellt (WirtschaftsWoche 46/2003). Der rund 20 Banken umfassende Gläubigerpool erließ Moeller einen Teil der Schulden. Das Unternehmen hatte sich in den Neunzigerjahren durch ausgedehnte Akquisitionen verhoben. 

bernd.eitel@wiwo.de 

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