Archiv: Umzug abgesagt

Edscha » Der angeschlagene Autozulieferer will seine Zentrale nicht nach Bayern verlagern. 

Die Vorschläge der Beratungsgesellschaft Alix Partners sind verlockend: Der angeschlagene Autozulieferer Edscha, lauten die Empfehlungen, könnte seine Personalkosten um 35 Prozent senken – vorausgesetzt er verlagert seinen Standort im nordrhein-westfälischen Remscheid ins bayrische Hengersbach. Doch das geht selbst Edscha-Chef Manfred Puhlmann zu weit. 

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„Ich halte das für eine zu radikale Maßnahme, die im Vorstand keine Unterstützung findet“, sagt Puhlmann. Die Verlagerung der Remscheider Unternehmenszentrale nach Bayern ist für ihn kein Thema mehr. Stattdessen sucht er nach einer kostengünstigeren Immobilie in der Remscheider Region. In solch einem Umzug liege bereits „ein großes Einsparpotenzial“, sagt Puhlmann. In den vergangenen Jahren sank die Zahl der Mitarbeiter in Remscheid von 1600 auf rund 400. Wie viele Stellen jetzt noch wegfallen sollen, will die Unternehmensleitung mit dem Betriebsrat besprechen. In sechs bis acht Wochen soll eine Einigung vorliegen. Bis Ende dieses Jahres will Puhlmann das Unternehmen saniert haben. 

Der im Juli ausgeschiedene Finanzvorstand Peter Mazzucco hielt allerdings eine Frist von mindestens zwei Jahren für realistisch. Er hat Edscha verlassen, weil der Finanzinvestor Carlyle dem Vernehmen nach versucht hat, ins operative Geschäft einzugreifen. Unternehmenskenner schließen auch eine Zerschlagung von Edscha nicht aus. 

bernd.eitel@wiwo.de 

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