Unmut unter IT-Händlern

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Steve Jobs » Mit seiner Lieferpolitik verärgert der Apple-Chef den Computer-Fachhandel in Deutschland. 

Für Steve Jobs läuft das Geschäft derzeit besser als erwartet. Ob iPods oder Notebooks – die Produkte des US-Computerbauers Apple verkaufen sich prächtig. Dennoch sind viele Fachhändler hierzulande schlecht auf den Apple-Chef zu sprechen. Sein Konzern komme mit der Lieferung nicht nach, klagen sie. „Würde Apple Produkte in ausreichenden Mengen liefern, könnten wir 2006 wohl 10 bis 15 Prozent mehr umsetzen“, ärgert sich etwa Archibald Horlitz, Vorstandschef der bundesweiten Handelskette Gravis, die online und in 29 Läden fast nur Apple-Erzeugnisse anbietet. Ähnlich ergeht es Danilo Frasiak, Einkaufsleiter des Online-Versenders Cyberport, der den Großteil seines 100-Millionen-Euro-Jahresumsatzes mit Apple-Geräten erwirtschaftet. „Es gibt verschiedene Produkte, die für uns derzeit nicht lieferbar sind“, sagt Frasiak. Kaum zu bekommen seien einige Modelle des iPod Nano, der neue iPod Shuffle und das Notebook MacBook Pro, berichten Händler. Vor allem Notebooks mit mattem Display gebe es zu wenig. MacBook-Pro-Bestellern im konzerneigenen Apple Store jedoch lässt Jobs auf der deutschen Web-Site versichern: „Alle gängigen Konfigurationen werden innerhalb von 24 Stunden versendet.“ Ein iPod Shuffle sei in drei Tagen lieferbar. Benötige ein Kunde Ware sofort, müsse er ihn an Apples Internetshop verweisen, empört sich Cyberport-Manager Frasiak. „Es gibt zahlreiche Kunden, die aus steuerlichen Gründen unbedingt noch 2006 einen Computer kaufen wollen“, sagt Gravis-Chef Horlitz, die bestellten nun bei Apple, nicht bei Gravis. Apple will von Bevorzugung des eigenen Stores nichts wissen: „In alle Vertriebskanäle senden wir Waren“, sagt ein Apple-Sprecher. Werde ein Händler nicht beliefert, habe er nicht genug Ware vorbestellt. 

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thomas.stoelzel@wiwo.de 

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