Archiv: Unsichere E-Mail?

Mike Lazaridis » Der Chef des Blackberry-Herstellers Research In Motion kommt bei der Entwicklung eines abhörsicheren Geräts ins Stocken. 

Eigentlich wollte Mike Lazaridis, Chef des Blackberry-Herstellers Research In Motion (RIM), längst einen Hochsicherheits-Blackberry präsentieren, der auch die hohen Sicherheitsauflagen spionagegefährdeter Unternehmen und Regierungsstellen erfüllt. Große Hoffnungen setzte er dabei auf eine strategische Allianz mit dem Luft- und Raumfahrtkonzern EADS. Doch nach dem Rauswurf des zuständigen EADS-Strategiechefs Jean-Louis Gergorin liegt die Allianz „derzeit auf Eis“, heißt es bei EADS. Der Konzern sollte RIM helfen, die anhaltende Diskussion über Sicherheitslücken zu beenden. Kritik entzündete sich insbesondere am RIM-Verfahren, alle E-Mails über ein Rechenzentrum in Egham bei London zu leiten. Ausländische Geheimdienste hätten dadurch die Möglichkeit, E-Mails abzufangen, hieß es in einer Analyse des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI (siehe WirtschaftsWoche 50/2005). RIM-Europa-Chefin Charmaine Eggberry will nun persönlich die Sicherheitsbehörden vom Gegenteil überzeugen und erreichen, dass der Blackberry in der aktuellen Version für die Übertragung vertraulicher Regierungsdaten freigegeben wird. Den ersten Test bestand sie in Großbritannien. Jetzt will Eggberry auch das Siegel der deutschen Behörde. Am 24. Mai hat RIM offiziell beim BSI beantragt, ein entsprechendes Prüfverfahren einzuleiten. Mit einem schnellen Ergebnis ist allerdings nicht zu rechnen. Die aufwendige Prüfung zieht sich über mehrere Monate hin. 

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juergen.berke@wiwo.de 

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