Archiv: Vetorecht verwirkt

HypoVereinsbank » UniCredit hat sich weit reichende Befugnisse beim Austausch des Topmanagements gesichert. 

UniCredit-Chef Alessandro Profumo ist nach der Übernahme der HypoVereinsbank (HVB) wahrlich „der Große“. Der Italiener kann Manager in Schlüsselpositionen unter bestimmten Umständen im Alleingang auswechseln. Dieter Rampl, Noch-HVB-Chef und designierter Chairman der neuen fusionierten Bankengruppe, hat dann kein Vetorecht. Verfehlt die neuformierte Gruppe ihre im Geschäftsplan für 2006 und 2007 festgelegten Ziele, darf Profumo den Verwaltungsrat bitten, verantwortliche Topmanager zu entlassen. Im künftig 24-köpfigen Aufsichtsgremium hat UniCredit mit 16 Mandaten die Mehrheit. Bei Planverfehlung kann Rampl nicht einmal Einspruch erheben. Ihm steht nur das Recht zu, angehört zu werden, wenn Mitglieder der beiden Führungsgremien, des Management Committees und des Group Management Teams, wegen Nichterreichen der Ziele entlassen werden sollen. Bisher sind aus dem HVB-Management Stefan Jentzsch für die Divsion Multinationals & Investment Banking, Michael Kemmer als Chief Risk Officer und Franz Herrlein als Stellvertretender Integrations Officer für das elfköpfige Management Committee benannt. Von der HVB-Tochter Bank Austria wird Erich Hampel in das Komitee entsandt. Zahl und Funktionen der Mitglieder sind für drei Jahre festgeschrieben. Dem Group Management Team werden bis zu 31 Manager angehören: die elf aus dem Management Committee, die Leiter der einzelnen Divisionen in Deutschland, Italien, Österreich und Osteuropa sowie die Leiter von vier wichtigen Stabsabteilungen. 

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stefanie.burgmaier@wiwo.de | Frankfurt 

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