Archiv: Vollauf beschäftigt

IBM » Der Computer-konzern will in Deutschland Stellen durch Aufhebungsverträge und Betriebsverkäufe abbauen. 

Seit seinem Amtsantritt als Deutschland-Chef des amerikanischen Computerkonzerns IBM im September 2004 ist J ohann Weihen vollauf damit beschäftigt, die Restrukturierungsvorgaben von Konzernchef Sam Palmisano umzusetzen. Betriebsbedingte Kündigungen und Verkäufe von Unternehmensteilen an externe IT-Dienstleister sind jetzt nicht mehr ausgeschlossen. 

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Details nannte Weihen auf einem internen Meeting vor Mitarbeitern in Stuttgart. Bis Jahresmitte will der 59-Jährige deutschlandweit noch mehr als 700 Mitarbeitern freiwillige Abfindungsangebote unterbreiten. Bereits Anfang März hatte er die Schließung der IBM-Betriebsstätten in Hannover und Schweinfurt verkündet. Von den dort betroffenen 580 Mitarbeitern haben Arbeitnehmerkreisen zufolge rund 500 das Ende vergangener Woche abgelaufene Abfindungsangebot angenommen und Aufhebungsverträge unterschrieben. Den knapp 80 verbleibenden IBMlern dort drohen nun betriebsbedingte Kündigungen. Wie überdies aus dem Unternehmen verlautet, will Weihen die Mitarbeiterzahl auch durch den Verkauf von kleineren Unternehmenseinheiten reduzieren. In einem ersten Schritt peilt er eine Zahl von 300 Stellen an, sodass bei IBM hier zu Lande insgesamt rund 1600 von 25 000 Jobs wegfallen. Beschlossen ist bereits das Outsourcing von drei so genannten PC-Repair-Centern in Mainz, Heppenheim und Dresden mit insgesamt 100 Mitarbeitern, die heute zur IBM-Tochter CSG Computer Service gehören. Zwar will Weihen seinen Kunden auch weiterhin Computer-Reparatur-Dienste anbieten; die Abwicklung soll aber künftig ein Fremdanbieter übernehmen. Auf dem Prüfstand stehen überdies IBM-interne Dienste wie etwa der PC-Support, die ebenfalls an externe IT-Dienstleister übertragen werden sollen. Alle Maßnahmen sollen noch im laufenden Quartal abgeschlossen werden. 

michael.kroker@wiwo.de 

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