Archiv: Wende am Bau

Martin Wansleben » Nach der jüngsten Konjunkturumfrage verkündet der Hauptgeschäftsführer des DIHK das Ende der Talfahrt im Baugewerbe. 

Nach zehn Krisenjahren spürt das deutsche Baugewerbe erstmals Aufwind. Die Stimmung in der Branche ist so gut wie seit dem Boom zur deutschen Wiedervereinigung nicht mehr. Das ergab die jüngste Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben an diesem Montag vorstellt. Danach rechnen 24 Prozent der befragten Bauunternehmen für die kommenden zwölf Monate mit einer Verbesserung, 61 Prozent erwarten gleich bleibende Geschäfte und damit zumindest keine Verschlechterung mehr. Einen Rückgang befürchten nur 15 Prozent. Damit verbessert sich das Klima im Baubereich stärker als in allen anderen Wirtschaftszweigen, die der DIHK untersucht hat. Hauptursache für die insgesamt wieder gute Stimmung in den Bauunternehmen sind die zunehmenden Investitionen von Unternehmen in Wirtschaftsbauten. Aber auch der private Wohnungsbau legt zu: Als Reaktion auf den beschlossenen Wegfall der Eigenheimzulage und die für 2007 geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer steigt die Nachfrage im laufenden Jahr. Wegen zuletzt deutlich gestiegener Steuereinnahmen nehmen sogar viele Kommunen lang aufgeschobene Projekte zur Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur in Angriff. Außerdem profitiert die Branche von Aufträgen zur Fußball-WM. 

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christian.ramthun@wiwo.de|Berlin 

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