Archiv: Wenige Optionen

Infineon » Der neue Spartenchef arbeitet mit Hochdruck an einer Lösung für das Speichergeschäft des Münchner Chipkonzerns. 

Infineons neuer Speicherchef Kin Wah Loh steht zwei Wochen nach seinem Amtsantritt bereits im Zentrum heftiger Spekulationen. In dieser Woche, so hieß es, werde er zu Verhandlungen über die Zukunft der Chipsparte in Taiwan eintreffen. „Ich war schon vergangene Woche dort“, sagte Loh. Über Details wollte er nicht sprechen, konstatierte nur: „Ich fliege regelmäßig dorthin, um Kunden zu treffen.“ Loh muss mit Hochdruck an einer Lösung für die Speichersparte arbeiten. Das Geschäftsfeld, das 40 Prozent des Infineon-Umsatzes ausmacht, wies allein im jüngsten Quartal ein Minus von 125 Millionen Euro aus. Da durch den Abgang seines Vorgängers Andreas von Zitzewitz die Option auf einen Börsengang kurzfristig verstellt ist, bleiben Loh nur der Komplettverkauf oder eine vertiefte Partnerschaft. Vor allem der taiwanische Chiphersteller Nanya Technology galt lange als Verbündeter. Immerhin betreiben die Münchner mit Nanya das Joint Venture Inotera. Einem Kauf erteiltNanya-Manager Pai Pei Lin jedoch eine Absage: „Infineon ist zweimal so groß wie wir – einen derartigen Plan gibt es nicht.“ Da bleibt eigentlich nur der Auftragsfertiger Winbond, der bereits für Infineon produziert. Oder Loh gelingt noch ein gänzlich unerwarteter Schachzug: Im November 2004 beendete Infineon einen langen Streit mit dem früheren Partner Promos. Seitdem dürfen die Taiwaner wieder Infineons Technologie nutzen. 

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michael.kroker@wiwo.de 

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