Archiv: Weniger Abgaben

DGB » Die Gewerkschaftsvertreter in den Aufsichtsräten sollen mehr Geld bekommen. 

Unter den rund 4500 Gewerkschaftsvertretern in den Aufsichtsräten deutscher Unternehmen wächst der Unmut darüber, dass sie einen Großteil ihrer Tantiemen abführen müssen. Das soll sich ändern. Im Schnitt zahlen Dax-Unternehmen einem Aufsichtsratsmitglied 58 200 Euro pro Jahr, doch die Gewerkschaftsvertreter dürfen davon nur maximal 4600 Euro behalten, so lange es sich um ein einfaches Aufsichtsratsmandat handelt. Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende dürfen 6900 Euro, Aufsichtsratsvorsitzende 9200 Euro behalten. Das gilt auch für Gewerkschaftsführer wie DGB-Chef Michael Sommer, IG-Metall-Chef Jürgen Peters und Verdi-Chef Frank Bsirske. Den Rest müssen sie laut DGB-Satzung an die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung abführen. In der kommenden Woche will der DGB-Bundesausschuss, das höchste Entscheidungsgremium zwischen den Gewerkschaftstagen, beschließen, dass die Gewerkschaftsvertreter in den Aufsichtsräten einen höheren Anteil an ihren Tantiemen in die eigene Tasche stecken dürfen. Die Stiftung befürchtet Mindereinnahmen von rund einer Million Euro jährlich. Sie verwaltete laut Jahresbericht im Geschäftsjahr 2004 einen Gesamtetat von 40,5 Millionen Euro, darunter 25,6 Millionen an Fördergeldern. Darin sind neben den Beiträgen der gewerkschaftlichen Aufsichtsratsmitglieder die Gelder enthalten, die Vorstände und Chefs gewerkschaftseigener Unternehmen abführen. 

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