Werner WenningChef des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer

Archiv: Werner WenningChef des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer

„Meine Affinität besonders zu spanischen Meistern der Moderne ist wohl kaum zu übersehen“, sagt Werner Wenning, 59, Vorstandsvorsitzender bei Bayer in Leverkusen. Hinter seinem Schreibtisch hängen zwei Farbradierungen des spanischen Künstlers Antoni Tàpies. Große Fenster und direkte Beleuchtung von der Decke bringen die Werke gut zur Geltung. Neben Tàpies Werken hat Wenning noch zwei weitere Bilder aus Spanien ausgestellt: eine Aquatinta-Radierung von Eduardo Chillida und eine von Joan Miró. Zu ihm hat er einen besonderen Bezug. Miró stammt aus Barcelona, Wennings letzter Auslandsstation, bevor er 1996 in die Zentrale nach Leverkusen zurückkehrte, wo einst sein Berufsleben begonnen hatte. Schon der Weg zu Wennings Büro führt vorbei an Kunst, auf die jedes Museum neidisch wäre: Käthe Kollwitz, Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde und Erich Heckel. „Parcours Kultur“ nennen Wennings Mitarbeiter den 30 Meter langen Flur zum Chefbüro. Mit 19 Jahren kam der gebürtige Leverkusener, der im Schatten des Bayer-Kreuzes aufwuchs, zu dem Konzern und ließ sich zum Industriekaufmann ausbilden. Seit April 2002 leitet er das Unternehmen mit seinen heute rund 93 000 Mitarbeitern auf fünf Kontinenten. Im selben Jahr wurde die neue Bayer-Zentrale fertig gestellt, die der deutschstämmige Stararchitekt Helmut Jahn aus Chicago entworfen hat. Wennings Schreibtisch ähnelt dem Grundriss des Gebäudes. Das Möbel ist eine Maßarbeit. Angefertigt von den traditionsreichen Möbelwerkstätten Vedder, die neben Büros auch Villen und Luxusyachten einrichten. Die Schreibtischplatte ist fast leer. „Aufgeräumt“, würde Wenning sagen. Das mag er ebenso wie den Blick auf den Carl-Duisberg-Park, benannt nach einem früheren Bayer-Chef.ulrich.groothuis@wiwo.de 

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