Windfarmen aus einer Hand

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Siemens » Mit dem Bau von Europas größtem Windpark will sich der Konzern weltweit als Komplettanbieter durchsetzen. 

Mit dem Schnellboot machte sich Andreas Nauen vergangene Woche auf den Weg nach Smøla zur Einweihung von Europas größtem Windpark. Auf der von Bauern und Fischern bevölkerten Insel vor der Westküste Norwegens feierte der Chef von Siemens Wind Power zusammen mit etlichen der 2000 Inselbewohnern den Start eines Großprojekts, mit dem der Konzern glänzen will. Der Münchner Kraftwerksbauer startet durch in der Windenergie. Nachdem Siemens sich in der Vergangenheit in Deutschland bei ökologisch erzeugten Energien eher zurückgehalten hatte, wurde inzwischen das weltweite Potenzial erkannt. 

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„Wir haben uns vor drei Jahren den Markt angesehen und entschieden einzusteigen“, sagt Nauen, der die neue Siemens-Sparte seit November 2004 leitet. 

Während der Markt mit einem Volumen von sechs Milliarden Euro derzeit um 13 Prozent jährlich zulegt, will Siemens doppelt so schnell wachsen und bald schon jährlich 600 Millionen Euro umsetzen. Das Windenergie-Projekt auf Smøla mit einem Auftragsvolumen von 176 Millionen Euro gilt dabei als ein besonderes: Siemens war nicht nur für die 68 Anlagen verantwortlich, sondern baute auch die gesamte Infrastruktur inklusive Straßen auf der windreichen norwegischen Insel, die ansonsten Wikingergräber und eine Kapelle aus dem elften Jahrhundert zu ihren Sehenswürdigkeiten zählt. 

„Smøla ist für uns ein zukunftsweisendes Projekt“, betont Siemens-Manager Nauen. „Wir erwarten, dass die Vergabepraxis für Aufträge immer mehr in Richtung ‚Alles aus einer Hand‘ gehen wird.“ Nach der Übernahme einiger anderer Unternehmen, vor allem des dänischen Turbinenherstellers Bonus Energy, ist Siemens bisher weltweit die Nummer fünf. Wachsen will Siemens Wind Power vor allem in Großbritannien, Nordamerika, Kanada und Asien. 

daniel.delhaes@wiwo.de | Berlin 

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