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Börse Indien » Die Aktien haussieren, doch Reformblockierer gefährden den Anstieg. 

Es ist eine glänzende Bilanz, die Manmohan Singh vorlegen kann: Seit der indische Premier – gefeiert als Vater der Liberalisierung – im Mai 2004 sein Amt antrat, kletterte der Aktienindex der Börse Mumbai um 80 Prozent. Allein in diesem Jahr erwarben ausländische Investoren für umgerechnet gut acht Milliarden Dollar indische Aktien. Der Börsenwert indischer Unternehmen erreicht mit 500 Milliarden Dollar die Kapitalisierung Südkoreas. Doch die Reformen Singhs stocken. 

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Nicht nur die Kommunisten, auf die Singhs Minderheitsregierung angewiesen ist, treten auf die Bremse. Auch die Chefin der Kongress-Partei, Sonia Gandhi, setzt sich mit Blick auf Wählerstimmen zunehmend für Sozialprogramme ein. So preist sie ein entsprechendes Gesetz als „menschliche Komponente der Wirtschaftsreformen“, das den Haushalt mit mehr als 30 Milliarden Dollar belasten würde; bei einem gesamtstaatlichen Defizit von zehn Prozent der wunde Punkt für Indiens Wirtschaft. „Wir haben ein Problem“, kommentiert Singh den fehlenden Reformkonsens. Dass für Indiens Aktien Gefahren drohen, gilt als sicher. 

anton.riedl@wiwo.de 

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