Archiv: Zahlung erhöht

Jürgen Peters » Der Vorsitzende der IG Metall erzielt einen unerwarteten Erfolg: In vielen Unternehmen holen die Arbeitnehmervertreter einen tarifpolitischen Nachschlag heraus. 

In der jüngsten Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie stimmte die IG Metall erstmals einer variablen Einmalzahlung zu. Selbst Gewerkschaftschef Jürgen Peters, der sonst gerne den Hardliner gibt, hatte keine Einwände gegen die neue Flexibilität. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall erhoffte sich von der Regelung eine Kostenentlastung der Unternehmen. Doch diese Hoffnung erfüllt sich wohl nicht – im Gegenteil: Der Tarifabschluss sieht für die Einmalzahlung einen Sockelbetrag von 310 Euro pro Mitarbeiter vor. Unternehmen können mit ihren Betriebsräten eigenständig Abweichungen nach oben bis zu maximal 620 Euro oder nach unten bis zur kompletten Streichung vereinbaren. „Die überwältigende Zahl der Unternehmen zahlt 2006 den vollen Betrag – und wenn abgewichen wird, dann fast immer nach oben“, berichtet Armin Schild, Bezirksleiter der IG Metall von Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und dem Saarland. Ähnlich ist die Situation in Baden-Württemberg. Hier wollen „über 90 Prozent“ der Betriebe den Regelbetrag von 310 Euro zahlen, sagt Sprecher Kai Bliesener, und von den übrigen Unternehmen legen die meisten sogar noch eine Schippe drauf. 

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