Archiv: Zahlungabgelehnt

Klaus Kleinfeld » DerSiemens-Vorstandschef weigert sich, die nochausstehenden 100 Millionen Euro an BenQ in Taiwan zu überweisen. 

Es war ein merkwürdiger Deal: Als der Siemens-Konzern vor gut 16 Monaten seine Mobilfunksparte an das taiwanische Unternehmen BenQ abgab, verpflichtete er sich, dafür insgesamt 400 Millionen Euro zu zahlen. Die letzte Rate von 100 Millionen Euro ist am 31. Dezember 2006 fällig. Seit der Pleite von BenQ Deutschland lässt Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld prüfen, ob er die Summe tatsächlich nach Taiwan überweisen muss. Noch ist die Untersuchung formal nicht abgeschlossen, doch aus Konzernkreisen heißt es bereits: Siemens zahlt nicht. Die Asiaten hätten bestimmte vertragliche Zusagen wie etwa die langfristige Weiterführung des deutschen Handygeschäfts nicht erfüllt. 

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Ende September hatte BenQ die Zahlungen an die deutsche Tochtergesellschaft, die von Siemens übernommene Handysparte, eingestellt. BenQ Deutschland meldete daraufhin Insolvenz an. Für die rund 3000 betroffenen Mitarbeiter richtete Siemens einen Hilfsfonds ein. Wegen der Verluste im Mobilfunkgeschäft in Deutschland braucht die BenQ-Mutter jetzt dringend frisches Geld. 

angela.hennersdorf@wiwo.de 

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