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Aktie im Fokus: Anleger greifen bei Deutscher Post zu

Quelle: Handelsblatt Online

Die Deutsche Post legt gute Zahlen vor, bei den Anlegern kommt das natürlich sehr gut an - die Aktie klettert kräftig. Die Analysten der LBBW sind davon überzeugt, dass noch mehr drin ist bei den Post-Papieren.

HB FRANKFURT. Ein Gewinnschub und eine optimistischerer Ausblick haben die Aktien der Deutschen Post beflügelt. Zuletzt lagen die Titel des Logistik-Konzerns 3,3 Prozent über ihrem Vortagesschluss von 13,50 Euro.

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"Umsatz und operatives Ergebnis lagen über den Erwartungen", sagte ein Börsianer. "Im Tagesverlauf könnten aber Gewinnmitnahmen einsetzen, da die Konkurrenten FedEx und UPS bereits starke Zahlen vorgelegt und ihre Prognosen angehoben hatten." Post-Rivale TNT hatte dagegen am Vortag enttäuschende Quartalsergebnisse veröffentlicht.

Dennoch: Die anziehende Konjunktur lässt die weltgrößten Brief- und Logistikkonzerne wieder optimistischer in die Zukunft blicken. Nach den Konkurrenten United Parcel Service und FedEx hob am Dienstag auch die Deutsche Post ihre Jahresprognose an. Der Bonner Konzern erwarte nun einen operativen Gewinn (Ebit) vor Einmaleffekten von 1,9 bis 2,1 Milliarden (bislang: 1,6 bis 1,9) Milliarden Euro, teilte die Post am Dienstag mit. Grund für den optimistischeren Ausblick sei, dass sich das Express- und Logistikgeschäft besser als erwartet entwickelt habe. Im zweiten Quartal verbuchte der Konzern einen Gewinnsprung, blieb aber leicht unter den Erwartungen des Marktes.

"Als Motor des globalen Handels haben wir im zweiten Quartal stark von der Belebung der Weltwirtschaft profitiert", bilanzierte Konzernchef Frank Appel. Der Umsatz von April bis Juni sei um 15,6 Prozent auf 12,795 Milliarden Euro gestiegen. Der operative Ertrag (Ebit) vor Einmaleffekten verdoppelte sich fast auf 503 (VJ: 257) Millionen Euro, nach Sondereffekten blieb ein Ebit von 253 (109) Millionen. Der Überschuss nach Anteilen Dritter stieg auf 81 (66) Millionen Euro - einen noch stärkeren Anstieg verhinderte eine Neubewertung von Terminkontrakten aus dem Postbank-Verkauf an die Deutsche Bank, die das Finanzergebnis mit 22 Millionen Euro belastete.

Die Post legte vor allem im Express- und Frachtgeschäft beim Umsatz kräftig zu, im in der Vergangenheit mit Rückgängen kämpfenden Briefbereich entwickelten sich die Erlöse stabil. Alle Bereiche konnten den operativen Gewinn steigern. Beim Umsatz konnte die Post insgesamt die Erwartungen des Marktes übertreffen, beim Gewinn verfehlte sie sie leicht: Analysten hatten bei einem Umsatz von 11,77 Milliarden Euro ein Ebit von 297 Millionen Euro und einen Überschuss von 89,3 Millionen Euro erwartet.

Die Analysten der LBBW hoben daraufhin das Kursziel für die Postaktie von 14 auf 16 Euro an. Ihre Einschätzung lautet weiterhin: Kaufen.

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