Aktien: Die größten Kapitalvernichter

Aktien: Die größten Kapitalvernichter

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DAX im Abwärtstrend: 2008 verloren viele Anleger ihr Geld

Im Jahr 2008 büßten sogar die im DAX notierten Unternehmen fast die Hälfte ihres Wertes ein. Nicht nur die Finanzkrise, auch Managementfehler und hohe Risikobereitschaft brachten viele Anleger um ihr Geld.

Es ist der Preis, den keiner will. Sozusagen die Goldene Himbeere der Finanzwelt. Auch in diesem Jahr kürt die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) wieder den "Größten Kapitalvernichter". And the winner 2009 is: TRIA IT, ein Münchner Unternehmen, das IT-Lösungen und IT-Beratungen anbietet.

Anleger von TRIA IT hat es im letzten Jahr besonders stark getroffen. Der Börsenwert der Aktie rauschte allein 2008 um rund 82 Prozent in die Tiefe. Über einen Fünf-Jahres-Zeitraum verloren die Anleger knapp 62 Prozent - pro Jahr. Der DSW rechnet vor: Wer vor fünf Jahren 10.000 Euro angelegt hat, dem bleiben jetzt gerade noch 80,28 Euro übrig.

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TRIA IT schafft es damit schon zum zweiten Mal in die DSW-"Hall of Shame", bereits 2007 konnten die Münchner den unrühmlichen Titel für sich beanspruchen.

DSW kürt schwarze Schafe der Branche

Die jährlich zusammengestellte DSW-Watchlist analysiert alle im Prime Standard der Deutschen Börse gelisteten Unternehmen, die bereits seit mindestens fünf Jahren dort notiert sind. Insgesamt wurden bei der diesjährigen Erhebung 297 Unternehmen untersucht. Die Kursentwicklung haben die Aktionärsschützer dabei über ein, über drei und über fünf Jahre beobachtet, Dividenden und andere Sonderzahlungen blieben unberücksichtigt. Basis für die Bewertung waren jeweils die Schlusskurse des letzten Handelstages im Jahr.

Die DSW kürt jedoch nicht das Unternehmen, das im Zuge der Finanzkrise das meiste Geld verloren hat, sondern dasjenige, das am schlechtesten mit der Krise umgeht beziehungsweise die höchsten Risiken eingegangen ist. Es gebe "schwarze Schafe" in der Branche, die keinerlei Strategie gegen Krisen haben, sagt DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker. "Sie haben das ihnen anvertraute Kapital der Aktionäre zum größten Teil ausradiert."

Auf Platz zwei und drei der DSW-Watchlist finden sich das Internet-Reiseportal Travel24.com und die Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB wieder. Sie verloren 2008 beide jeweils über 80 Prozent an Wert.

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