Aktien: Energiespartechnik für Anleger

Aktien: Energiespartechnik für Anleger

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Aktienentwicklung von Sto Vz.

von Harald Schumacher

Für Anleger gibt es wenig Chancen, vom Geschäft mit energetischer Sanierung zu profitieren. Welche börsennotierten Unternehmen im Riesengeschäfts um Wärmedämmung und Energiespartechnik mitmischen.

Nur auf den ersten Blick ist es leicht, Unternehmen zu identifizieren, die vom Trend zur energetischen Sanierung profitieren und deshalb Anleger reizen könnten. BASF zum Beispiel, führender Anbieter für Polyurethan-Systeme im Bereich Dämmung und auch für zahlreiche weitere Polyurethan-Anwendungen im Bau-Bereich wie Fensterdichtungen und Pipeline-Ummantelungen.

Eine Milliarde Euro hat BASF 2009 mit Dämmschäumen gemacht. Gemessen an den 61 Milliarden Euro Jahresumsatz, die bei BASF 2010 zu erwarten sind, ist das nur „eine Facette und kein Grund, die Aktie zu kaufen“, sagt Harald Gruber, Analyst bei der Silvia Quandt und Cie AG. Ähnlich verhält es sich mit Investitionen in die Papiere anderer Unternehmen, die am Geschäft mit energieeffizienteren Haussanierungen beteiligt sind. Zu den 37,8 Milliarden Euro Umsatz des französischen Baustoffkonzerns Saint Gobain trägt dessen Ludwigshafener Tochter Isover – Marktführer bei Mineralwolle-Dämmstoffen – gerade mal rund 400 Millionen Euro bei.

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Große Namen und Familienbetriebe

Wer nach Herstellern automatischer Regel- und Steuerungssystemen für Heizung, Lüftung und Klima sucht, stößt auf große Namen wie Siemens, Johnson Controls, Schneider Electric oder Honeywell – allesamt breit aufgestellte Konzerne, bei denen der Umsatzanteil energieeffizienter Haustechnik minimal ist.

Die großen Heizungshersteller, die von energieeffizienten Bauinvestitionen profitieren, sind Anlegern nicht zugänglich: Junkers, mit 2,8 Millarden Euro Umsatz, Vaillant (2,5 Milliarden) und Viessmann (1,8 Milliarden) sind Familienbetriebe.

Interessant ist eine Investition in den börsennotierten Dämmsystem- und Fassadenspezialisten Sto aus Stühlingen im Schwarzwald. Das Unternehmen mit 925 Millionen Euro Umsatz 2009 und gut 4000 Mitarbeitern sieht sich als „führender Spezialist bei der Wärmedämmung für Altbau, Fassade und Haus“.

Fassaden-Spezialist Sto

Sto verdient sein Geld überwiegend in Deutschland. Wichtigste Produktgruppe sind mit knapp 50 Prozent Fassadensysteme. Mehr als die Hälfte der Produkte werden für Renovierung und Sanierung eingesetzt. Seit diesem Jahr produziert Sto auch eigene Polystorol-Dämmelemente.

Die Vorzugsaktie (siehe Chart) kostet den zwölffachen Jahresgewinn (KGV) 2010. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt bei 1,7. Sollte erneut wie in den vergangenen beiden Jahren eine Sonderdividende fließen, kassierten Anleger rund drei Prozent Ausschüttungsrendite. Auch der weltweit größte Hersteller von Dämmsystemen aus Steinwolle, Rockwool, ist börsennotiert. Die am meisten gehandelten B-Shares sind an der Nasdaq OMX Nordic Exchange Copenhagen notiert. Mit einem KGV für 2010 von knapp 30 ist die Aktie aber zu teuer.

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