Aktientipp: Amgen: Bio-Kurve steigt

Aktientipp: Amgen: Bio-Kurve steigt

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Kursverlauf der Amgen-Aktie 2008-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis um elf ist die Aktie des Medikamentenherstellers Amgen moderat bewertet. Das Medikamentengeschäft läuft erfolgreich. Aktionäre müssen aber Kursschwankungen aushalten.

Je mehr sich abzeichnet, dass US-Präsident Barack Obama seine Gesundheitsreform nicht wie geplant verwirklichen kann, desto geringer wird die Angst vor außergewöhnlichen Belastungen für amerikanische Medikamentenhersteller. Pharma- und Biotech-Aktien stehen deshalb wieder vermehrt auf der Kaufliste mutiger Investoren. Bei Amgen, dem größten Biotech-Konzern der Welt, kommt die Aussicht auf steigende Gewinne dazu.

Die Hoffnungen der Amgen-Manager ruhen besonders auf der Neuentwicklung Denosumab. Das Medikament soll gegen Knochenschwund und in der Krebsbekämpfung eingesetzt werden. Im Oktober hatte die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA den möglichen Verkaufsschlager erst einmal gestoppt und weitere klinische Analysen gefordert. Nun könnten die Ergebnisse in den nächsten Wochen vorliegen. Gemeinsam mit dem britischen Partner Glaxo-Smithkline will Amgen das Medikament weltweit vermarkten und Jahresumsätze von weit mehr als einer Milliarde Dollar erzielen. 

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Wenig Zuwachs, hohe Rendite

Auch bei den Medikamenten Epogen und Aranesp gibt es nach Rückschlägen wieder Lichtblicke. Die Präparate werden gegen Blutarmut bei der Behandlung von Nierenkranken und Krebspatienten eingesetzt. Bei Epogen zogen die Umsätze 2009 im Gesamtjahr leicht an; bei Aranesp gingen die Umsätze in den USA zwar weiter zurück, im internationalen Geschäft jedoch konnten sie in den vergangenen Monaten erstmals wieder zulegen.

2009 verdiente Amgen 4,6 Milliarden Dollar netto bei 14,6 Milliarden Dollar Umsatz. In diesem Jahr sind mehr als 15 Milliarden Umsatz und rund 4,7 Milliarden Dollar Gewinn nach Steuern möglich. Das ist zwar kein berauschender Zuwachs, doch die Rendite von mehr als 30 Prozent ist hoch.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis um elf (2010) sind Amgen-Aktien moderat bewertet. Dennoch müssen Aktionäre Kursschwankungen einkalkulieren. Sei es wegen unerwartet schlechter Nachrichten zum Hoffnungsträger Denosumab; oder sei es im Zusammenhang mit einer Anklage wegen Schmiergeldzahlungen, die 15 US-Bundesstaaten gegen Amgen angestrengt haben.

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