Aktientipp: Bayer: Übertriebene Abschläge

Aktientipp: Bayer: Übertriebene Abschläge

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Kursverlauf der Bayer-Aktie 2007-2009 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Der Chemie- und Pharmariese Bayer profitiert in der Krise von seinem breit gefächerten Angebot. Nach Kursrückschlägen könnte die Aktie jetzt für Anleger interessant werden.

Die britische Gesundheitsbehörde Nice lehnt es ab, den Einsatz von Bayers Nexavar bei fortgeschrittenem Nierenkrebs finanziell zu erstatten. Nexavar zählt zu den wichtigsten neuen Medikamenten der Leverkusener. 2008 erzielten sie damit weltweit 462 Millionen Euro Umsatz. Bayer-Aktien gerieten nach der Entscheidung und wegen Gerüchten über eine mögliche Kapitalerhöhung unter Druck.

Die Kursabschläge dürften übertrieben sein. Eine Kapitalerhöhung wurde dementiert. Und schon bisher wurden in Großbritannien die Kosten für Nexavar nicht erstattet. Trotzdem stieg dessen Umsatz mit einer Rate von zuletzt etwa 30 Prozent.

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Kunststoffsparte bereitet Probleme

Zudem hat Bayer im Pharmageschäft ein weitgefächertes Angebot: von Massenware wie Aspirin oder dem Verhütungsmittel Yasmin über Blockbustern wie Betaferon (gegen Multiple Sklerose) bis hin zum Blutverdünner Xarelto. Stabil in der Krise ist auch der Geschäftsbereich Pflanzenschutz. Hier zahlt sich die Zusammenarbeit mit dem US-Agrarkonzern Monsanto aus. Gut zu Bayer würde der US-Biotechniker Athenix passen; ein Pflanzenschutzspezialist, den die Leverkusener übernehmen wollen. Zudem kommt Bayer bei den Kostensenkungen bisher besser voran als erwartet. Nur die kriselnde Kunststoffsparte bereitet noch Probleme, könnte aber bei besserer Konjunktur die Wende schaffen.

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